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Pandemie hat großen Einfluss auf Sterblichkeit in Frankreich

Dienstag, 19. Januar 2021

/Anton, stock.adobe.com

Paris – Die Coronapandemie hat in Frankreich einen großen Einfluss auf die Sterblichkeit. Zudem hat sie zu einem Rückgang der Lebenserwartung geführt. Im Jahr 2020 starben in Frankreich 658.000 Menschen – das sind 7,3 Prozent mehr als im Jahr 2019, wie das Statistikamt Insee heute mitteilte.

Besonders signifi­kant sei der Anstieg mit 8,3 Prozent bei den Über-65-Jährigen. Zwar sei die Zahl der Sterbefälle in den vergangenen Jahren tendenziell immer gestiegen, aber der Anstieg im Jahr 2020 stehe dazu in „keinem Verhältnis“.

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Die Pandemie habe einen starken Einfluss auf die Sterblichkeit während der ersten Welle, zwischen März und Mai, und dann während der zweiten Welle, ab Oktober, gehabt, hieß es weiter. So hat die Pandemie demnach zu einem Verlust von fast fünf Monaten bei der statistischen Lebenserwartung von Frauen und von sechs Monaten bei Männern geführt.

Insee zufolge liegt die Lebenserwartung bei Geburt im Jahr 2020 bei 85,2 Jahren für Frauen und 79,2 Jahren für Männer. Dieser Rückgang sei deutlich größer als im Jahr 2015, als die Wintergrippe eine bedeutende Todesursache war.

Das Statistikamt meldet außerdem einen Rückgang von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei den Hochzeiten, da die Pandemie viele Feierlichkeiten verhindert habe. Dies sei ein „historischer Rückgang“. Frankreich mit seinen 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist von der Pandemie schwer getroffen, mehr als 70.000 Menschen sind bisher gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #760158
wilhem
am Mittwoch, 20. Januar 2021, 17:14

Wo

steht da etwas von Fehlbehandlungen oder fragwürdigen Medikationen? Das ist doch Mutmaßung. Sicher wäre es besser, man wüsste, woran sie gestorben sind.
Avatar #745246
Andre B.
am Mittwoch, 20. Januar 2021, 17:07

Was sind denn die tatsächlichen Todesursachen?

Also wenn ich mir die Daten aus Frankreich für die letzen Jahre bis 2015 anschaue und die Übersterblichkeit vom Frühjahr 2020 nicht nur Sars-Cov-2, sondern auch möglichen Fehlbehandlungen (eine falsche bzw. zu frühe Beatmung, fragwürdige Medikationen etc.) oder auch einer medizinischen Unterversorgung anderer Erkankungen MIT zuschreiben würde, dann ergibt sich daraus ein durchaus differenzierteres Bild bezüglich der Geschehnisse in Frankreich. >>> https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/
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