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Medizin

COVID-19: Wirksamkeit des Mund-Nasen-Schutzes

Mittwoch, 20. Januar 2021

/PixelboxStockFootage, stock.adobe.com

Köln – Der Erreger SARS-CoV-2, der sich seit Anfang 2020 pandemisch ausbreitet, wird hauptsächlich auf respiratorischem Weg übertragen. Die Infektion, die zu COVID-19 führt, hat vor allem bei älteren und vulnerablen Bevölkerungsgruppen zahlreiche Todesfälle zur Folge. Zwar sind seit kurzem Schutzimp­fun­gen verfügbar, allerdings ist unklar, ob und wann eine Immunität auf Bevölkerungsebene erreicht wer­den kann.

Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckung mit SARS-CoV-2 gehört es daher nach wie vor, Mindestabstände einzuhalten, Hygienemaßnahmen durchzuführen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Mit der Frage, wie wirksam das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist, haben sich Chris­toph Josef Hemmer und Co-Autoren anhand von wissenschaftlichen Publikationen und Fallbei­spielen beschäftigt.

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SARS-CoV-2 wird durch Tröpfchen und Aerosole übertragen. Videountersuchungen zufolge werden beim Sprechen hochgerechnet pro Sekunde bis zu 20.000 Tropfen einer Größe von 20 bis 500 µM abgegeben. Die damit ausgeschiedenen Virusmengen sind laut PCR-Testungen unmittelbar vor Symptombeginn am größten.

Eine metaanalytische Zusammenfassung von 29 Studien zu Infektionen mit SARS-CoV-2, SARS-CoV oder MERS-CoV ergab, dass das Tragen von Masken vom Typ N95 (entspricht etwa FFP2) und chirur­gischen Masken beziehungsweise ähnlicher mehrlagiger Baumwollmasken das Infektionsrisiko, das vom Träger ausgeht, bedeutend verringern kann.

Ebenso legen Modellversuche und Fallberichte nahe, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung durch eine Re­duktion der Verbreitung potenziell infektiöser Tröpfchen eine deutliche Schutzwirkung vor einer Infekti­on mit SARS-CoV-2 und anderen respiratorisch übertragenen Erkrankungen hat.

Auch dort, wo die Infektion nicht vermieden wird, so die Forscher, werden durch eine Verringerung der Infektionsdosis wahrscheinlich symptomatische Erkrankungen verhindert oder die Schwere der Erkran­kungen reduziert.

Die Autoren schränken ein, dass diese Schutzwirkung meist nicht isoliert von zusätzlichen Maßnahmen (Abstandsregeln, Hygienekonzepte) betrachtet werden kann. Sie gehen dennoch davon aus, dass eine konsequente Anwendung der Mund-Nasen-Bedeckung wesentlich zur Eindämmung der Verbreitung von SARS-CoV-2 beitragen kann. © Se/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 20. Januar 2021, 20:00

Vgl. dazu...

https://www.doccheck.com/de/detail/articles/31304-voellig-ueberfluessige-studie

Völlig überflüssige Studie!
"Mask-wearing and control of SARS-CoV-2 transmission in the USA: a cross-sectional study" von Benjamin Rader et al. 19.01.2021 wurde von theoretisierenden Epidemiologen, Biostatistiken und Mitarbeitern einer eher ominösen Firma "SurveyMonkey" publiziert.

"Interpretationen umschmeicheln dürftige, zweifelhafte bzw. selbst blutigen Laien längst bekannte Ergebnisse: "Interpretation - The widespread reported use of face masks combined with physical distancing increases the odds of SARS-CoV-2 transmission control. Self-reported mask-wearing increased separately from government mask mandates, suggesting that supplemental public health interventions are needed to maximise adoption and help to curb the ongoing epidemic."
https://www.thelancet.com/journals/landig/article/PIIS2589-7500(20)30293-4/fulltext

Das Autorenteam hat in seinem Literaturverzeichnis die grundlegenden und experimentellen Arbeiten von Hiroshi Ueki et al. gar nicht genannt: "Effectiveness of Face Masks in Preventing Airborne Transmission of SARS-CoV-2"
https://msphere.asm.org/content/msph/5/5/e00637-20.full.pdf

Kawaoka Yoshihiro und Ueki Hiroshi vom Institut für Medizinische Wissenschaft an der Universität Tokio untersuchten, wie gut welche Art von Masken schützen. Zwei Puppen mit den Gesichtern zueinander oder zu Vergleichszwecken gegeneinander wurden aufgestellt. Eine sendet das Virus aus, die andere atmet es ein: Eine Person und eine einfache Stoffmaske reduzierte das Ansteckungsrisiko bis zu 17 Prozent, die chirurgische Maske bis zu 47 Prozent. Tragen Beide eine Stoffmaske, führte das zu einer Reduktion um 70 Prozent. Enge medizinische N95-Masken reduzierten um 79 Prozent die Viruslast...(Zitat Ende)

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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