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Ausland

Sauerstoff aus Venezuela erreicht Amazonasmetropole Manaus

Mittwoch, 20. Januar 2021

Menschen in Manaus stehen Schlange, um Sauerstoff in einer Sauerstofffabrik zu kaufen. /picture alliance, XinHua | Sandro Pereira

Manaus/Caracas – Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Manaus sind in der brasiliani­schen Amazonas-Metropole mehrere Lastwagen mit Sauerstoffzylindern aus dem benachbarten Venezu­ela ange­kom­men.

Wie das Nachrichtenportal Portal do Holanda gestern Abend (Ortszeit) berichtete, transportierte der Konvoi mehr als 100.000 Kubikmeter Sauerstoff. Dies entspricht den Angaben zufolge dem Bedarf von eineinhalb Tagen.

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Die venezolanische Regierung hatte die Lieferung angekündigt, nachdem den Krankenhäusern in Ma­naus wegen der enormen Zunahme an COVID-19-Patienten der Sauerstoff ausgegangen war. Die Last­wagen fuhren von der Stadt Puerto Ordaz ab, die etwa 1.500 Kilometer von Manaus entfernt in Venezu­ela liegt.

Die brasilianische Regierung von Präsident Jair Bolsonaro erkennt allerdings nicht den autoritär regie­ren­d­­en sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, sondern den Oppositionsführer und selbsternannten Übergangs­präsidenten Juan Guaidó als legitimen Staatschef Venezuelas an.

Der rechtsgerichtete Bolsonaro hatte gesagt, dass er dennoch den Sauerstoff von Maduro annehmen werde. Allerdings könnte auch Maduro seiner Bevölkerung „Nothilfe leisten“.

Venezuela steckt in einer tiefen Krise. Aus Mangel an Devisen und wegen zahlreicher US-Sanktionen kann es kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren.

Selbst Benzin ist in dem Land mit den größten Ölreserven der Welt Mangelware. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen. © dpa/aerzteblatt.de

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