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Politik

Lieferprobleme von Coronaimpfstoff führen zu Impfstopp und Terminverschiebungen

Mittwoch, 20. Januar 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Thanassis Stavrakis

Berlin – Die kurzfristig von Pfizer/Biontech angekündigte Reduzierung von Liefermengen des Corona­impf­stoffs hat für die Impfkampagnen in vielen Bundesländern Konsequenzen. Die Lieferprobleme füh­ren teilweise zu einem Stopp der Impfungen oder mindestens zu Verzögerungen. Der Unmut in der Po­litik über die kurzfristige Ankündigung ist noch nicht verflogen.

Als „ärgerlich kurzfristig“ bezeichnete Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) heute die Kommuni­ka­tion zu den Lieferproblemen beim Biontech-Coronaimpfstoff. Die seitens des Herstellers nach unten abgeänderten Liefermengen brächten nun „Herausforderungen“ – dies zeige, wie wichtig eine möglichst frühzeitige und transparente Information sei.

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Trotz der temporären Probleme bleibe es das Ziel, im Sommer an jeden Bürger ein Impfangebot unter­breitet zu haben. Die Voraussetzung dafür seien die erwartbaren Zulassungen weiterer Impfstoffe und vor allem die Bereitstellung der angekündigten Liefermengen.

Weil der Nachschub vorübergehend stockt, tritt etwa Nordrhein-Westfalen bei den Coronaimpfungen abrupt auf die Bremse. Für Krankenhäuser wurde heute ein sofortiger Impfstopp verhängt. Der Start der Impfzentren verschiebt sich um eine Woche nach hinten. Grund seien Lieferprobleme, heißt es in einer E-Mail des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums.

Wegen der verzögerten Lieferung verschiebt Nordrhein-Westfalen auch den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben. Die 53 Impfzentren im Land nähmen ihren Betrieb nun erst am 8. Febru­ar auf – eine Woche später als bislang geplant, sagte ein Sprecher des NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­teriums.

„Die von Biontech aktuell mitgeteilten geänderten Liefermengen machen zwingend eine Änderung der Impfplanung erforderlich“, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums an die Koordinierungsstellen der Impfzentren in den Kreisen und Kommunen, das dort gestern Abend einging. Die für heute und morgen bestellten Impfstoffe für Krankenhäuser könnten bereits „nicht mehr ausgeliefert werden“.

Zudem könnten „ab sofort keine Bestellungen für Erstimpfungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen veranlasst werden. Alle bereits getätigten Erstimpfungs-Bestellungen für den 22.1. und die folgenden Tage werden seitens des Landes storniert“, so das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in der E-Mail.

Personen, die bereits eine erste Impfung bekommen hätten, würden aber auch in der kommenden Woche wie geplant ihre zweite Impfdosis erhalten, sagte ein Sprecher. In Alten- und Pflegeheimen seien heute und morgen noch vereinzelt Erstimpfungen möglich, so das Ministerium. Ab dem 1. Februar solle in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen regulär weitergeimpft werden.

Wegen kurzfristiger Umbauten in einem Abfüllwerk liefern die Hersteller Biontech und Pfizer in der kommenden Woche deutlich weniger Impfstoff als vorgesehen. Deshalb müsse die Landesregierung die weitere Impfplanungen anpassen, sagte der Sprecher. So wie NRW geht es derzeit vielen Bundesländern in Deutschland. In manchen Ländern – wie etwa Berlin oder Niedersachsen – soll das Impfen aber auch seinen geplanten Gang gehen. © dpa/aha/may/aerzteblatt.de

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