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Ausland

Berater der britischen Regierung vergleicht Kliniken mit „Kriegsgebieten“

Donnerstag, 21. Januar 2021

/picture alliance, PA Wire, Victoria Jones

London – Einige Krankenhäuser in Großbritannien haben sich nach den Worten des führenden Corona­beraters der Regierung, Patrick Vallance, in „Kriegsgebiete“ verwandelt. Auf den Krankenhäusern liege ein „enormer Druck“, sagte Vallance gestern dem Sender Sky News.

Allein gestern wurden im Vereinigten Königreich 1.820 Coronatodesfälle gemeldet – damit stieg die Gesamtzahl auf fast 93.300. Das sind mehr Coronatote als in jedem anderen Land Europas. In Groß­bri­tannien breitete sich in den vergangenen Wochen eine neue Coronamutante aus, die offenbar weit an­steckender ist als die davor bekannte.

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Die Regierung in London setzt auf eine groß angelegte Impfaktion, seit Anfang Dezember wurden bereits vier Millionen Menschen geimpft. Vallance warnte jedoch, die Impfungen würden nicht sofort zu einer spürbaren Verbesserung führen, daher müssten die Anstrengungen aufrecht erhalten werden, enge Kon­takte zwischen Menschen zu vermeiden.

„Die Zahlen sind absolut nicht da, wo sie sein sollten“, sagte Vallance. „Sie müssen noch deutlich herun­ter, daran müssen wir festhalten.“ Derzeit befindet sich Großbritannien im dritten Lockdown seit dem Beginn der Coronapandemie vor einem Jahr, es gelten Reisebeschränkungen. Vallance prognos­tizierte, dass die Beschränkungen nur sehr langsam gelockert werden können, damit „die Auswirkungen ver­standen werden“.

Premierminister Boris Johnson sprach am Abend von „entsetzlichen“ Zahlen. In einer Videobotschaft bereitete er das Land zugleich auf Schlim­meres vor. „Es wird noch mehr werden“, sagte der Premier. Grund sei eine Infektionswelle vor Weihnachten mit der neuen, noch ansteckenderen Virusvariante, die sich rasend schnell in England ausgebreitet hatte. Diese sei nun in allen Teilen des Landes angelangt.

Der Regierung zufolge lag die Zahl der Neuinfektionen mit 38.905 Fällen gestern etwas höher als am Vortag – jedoch deutlich unter dem Niveau vom Jahreswechsel, als täglich rund 60.000 Fälle registriert wurden. Auch die Einweisungen ins Krankenhaus (3.887) blieben auf hohem Niveau. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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