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Ärzteschaft

Bündnis Junger Ärzte drängt auf mehr Engagement im Klimaschutz

Donnerstag, 21. Januar 2021

/japolia, stock.adobe.com

Berlin – Mehr aktiven Klimaschutz im Gesundheitswesen fordert das Bündnis Junge Ärzte (BJÄ) in einem neuen Positionspapier. „Allein der Gesundheitssektor war im Jahr 2017 für knapp fünf Prozent des welt­weiten Ausstoßes klimaschädlicher Gase verantwortlich. Krankenhäuser gehören in Deutschland zu den sechs größten Energieverbrauchern in der Branche Handel, Dienstleistung und Gewerbe“, heißt es darin.

Gleichzeitig spielten die Gesundheitsberufe mit ihren gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben und ihrer Vorbildfunktion eine zentrale Rolle in der Öffentlichkeit und damit bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen.

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Trotz verschiedener Vereinbarungen – wie dem Pariser Klimaschutzabkommen – sei die dringend notwendige Trendwende bei den CO2-Emissionen „weiterhin nicht abzusehen, so die BJÄ-Autoren. Extremwetterereignisse, Überschwemmungen, Dürren, Temperaturanomalien, Waldbrände, Biodiver­sitätsverlust, Infrastrukturschäden und Infektionskrankheiten seien bereits konkrete Bedrohungen der Gegenwart.

Das Bündnis ruft daher „zu besonderem Engagement im Klimaschutz auf. Wir fordern die im Oktober 2020 vom Europäischen Parlament verschärften Klimaziele für 2030 zu verwirklichen, Nachhaltigkeit privat und beruflich umzusetzen und für die Sicherung globaler Gesundheit einzutreten“.

Dazu sei eine rasche klimagerechte Umgestaltung der Gesundheitssysteme nötig. „Theoretische Überlegungen und politische Lippenbekenntnisse sind dafür nicht zielführend, stattdessen benötigt es praktische und realitätsnahe Umsetzungsempfehlungen“, heißt es in dem Positionspapier.

Das BJÄ empfiehlt dazu unter anderem: Die Förderung, Auf- und Umbau klimaneutraler, nachhaltiger Krankenhäuser („green hospitals“), die Umsetzung und Unterstützung von Er­näh­rungs­emp­feh­lung­en und Maßnahmen, die für eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise werben, die Stärkung und Bevorzugung des aktiven, nicht-motorisierten Transportes sowie die Einforderung klimaneutraler Finanzanlagen und Investitionen. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #871278
Katharina_Simons
am Freitag, 12. Februar 2021, 12:31

Es ist unsere berufsethische Verantwortung

uns für den Klimaschutz einzusetzen. Aus der Berufsordnung in Schleswig-Holstein bspw.: "Ärzte haben sich für den Schutz der natürlichen Grundlagen des Lebens (Umweltschutz) einzusetzen. Sie sind verpflichtet, die Belange des Umweltschutzes im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit zu wahren.“ (Vgl. Heyne, 2016, S. 323 ff.) Herzlichen Dank an das Bündnis Junger Ärzte, den Klimaschutz aufs Tableau zu bringen! Falls Unsicherheit besteht, worum es bei der Klimakrise geht, empfehle ich, einen Blick in die Basisfakten zu werfen: https://www.klimafakten.de/meldung/was-wir-heute-uebers-klima-wissen-basisfakten-zum-klimawandel-die-der-wissenschaft. Bei Health4Future und Psychotherapists4Future gibt die Möglichkeit, sich für eine klimaneutrale Transformation des Gesundheitssystems einzusetzen.
Avatar #835313
Christian_Schulz
am Donnerstag, 11. Februar 2021, 06:42

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Diese Forderung des BJÄ ist gerechtfertigt. Wir Ärzte müssen Klimaschutz fordern, um Krankheiten und vorzeitigen Todesfällen vorzubeugen. Daher ist es nicht nur eine politische Forderung, sondern ärztlich geboten. Es wäre schön, Klima wäre ein Modethema. Aber leider geht es nicht mehr weg.
Avatar #580269
allenstein2014
am Donnerstag, 21. Januar 2021, 19:32

Dr.med.

Vielleicht sollten diese Ärzte das Mode-Thema "Klima" doch besser anderen überlassen und sich sinnvollerweise mehr medizinischen Themen widmen. Da gäbe es noch sehr viel zu tun!
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