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Ärzteschaft

KV Bremen mahnt Korrektur der Impfverordnung an

Freitag, 22. Januar 2021

/picture alliance, Laci Perenyi

Bremen – Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) hat eine Korrektur der aktuellen Impfverord­nung aus dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) gefordert. Darin werden niedergelassene Ärzte in die zweite Priorisierungsstufe eingeteilt. Der KV zufolge sollten aber alle, die an vorderster Front gegen Corona aktiv sind, unverzüglich geimpft werden.

„Es wäre fatal, wenn die Niedergelassenen ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können, weil sie selbst infiziert sind“, sagten die KV-Vorstände Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. Die Regelver­sorgung, die den Krankenhäusern den Rücken für die Versorgung schwerer COVID-19-Erkrankten freihal­te, dürfe nicht zusammenbrechen.

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Die KV Bremen hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) mittlerweile dazu übergegangen ist, niedergelassene Haus- und Fachärzte, die vulnerable Patienten­gruppen versorgen, der höchsten Priorisierungsgruppe 1 zuzuordnen. Diese Erkenntnisse sollten unver­züglich in die Bundesimpfverordnung eingearbeitet und bundesweit vereinheitlicht werden.

„Das wäre nicht nur aus epidemiologischer Sicht vernünftig. Es würde auch das Engagement der Nieder­ge­lassenen und ihrer Praxisteams wertschätzen, die seit Anbeginn der Pandemie an vorderster Front im Kampf gegen Corona stehen“, so Rochell und Josenhans.

Derzeit führten praktisch kaum sauber abgrenzbare Vorgaben zu zeitraubenden Diskussionen der Ärzte­schaft mit den Behörden und bundesweit unterschiedlichen Regelungen. „Das ruft zu Recht Unmut her­vor“, erklärten die Vorstände.

Ihnen zufolge zeichnet sich in Bremen diesbezüglich eine positive Entwicklung ab. Die KV Bremen und das Land hätten sich in dieser Woche darauf verständigt, dass entsprechend der neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts Bremer und Bremerhavener Praxen, die Pflegeheim-, Palliativ- oder onkologi­sche Patienten versorgen, in die Priorisierungsgruppe 1 einsortiert werden und den Ärzten und Praxis­mitar­beitern vorrangig ein Impftermin angeboten wird.

„Hier läuft die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen rund um den Krisen­stab und der KV Bremen sehr gut“, betonten Rochell und Josehans. © hil/sb/aerzteblatt.de

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