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Ausland

Russland kündigt Massenproduktion von zweitem Impfstoff an

Mittwoch, 27. Januar 2021

Russischer COVID-19-Impfstoff EpiVacCorona/ picture alliance, Yuri Smityuk

Moskau – Russland will ab Februar mit der Massenproduktion seines zweiten Impfstoffs beginnen. Mi­nisterpräsident Michail Mischustin sagte gestern, seine Regierung habe für die Produktion des Impfstoffs Epivaccorona umgerechnet knapp 22 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Er wurde bereits im Oktober zugelassen, zwei Monate nach dem ersten Vakzin, Sputnik V.

Epivaccorona wurde in einem Labor in der Region Nowosibirsk entwickelt, das während des Kalten Krie­ges heimlich an Biologischen Kampfstoffen geforscht hatte. Nach Angaben der Gesundheits-Aufsichtsbe­hörde Rospotrebnadsor hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von hundert Prozent.

Russland hatte in der vergangenen Woche mit Massenimpfungen begonnen. Kremlchef Wladimir Putin sagte vorgestern, die Coronalage habe sich inzwischen „stabilisiert“. Den amtlichen Angaben zufolge ha­ben sich inzwischen mehr als 3,7 Millionen Menschen im Land mit dem Virus infiziert, mehr als 70.000 starben dem­nach an den Folgen ihrer Infektion.

Sputnik V wurde unterdessen auch im Iran zugelassen. Seine Regierung hoffe, das russische Vakzin schon bald erwerben sowie eine „gemeinsame Produktion“ starten zu können, sagte Außenminister Mo­hammad Dschawad Sarif nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau.

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hatte zuvor den Import von Impfstoffen aus den USA und Großbritannien ausgeschlossen, die er als „absolut nicht vertrauenswürdig“ bezeichnete. Ursprüng­lich wollte Teheran vor dem Erwerb des russischen Impfstoffs das grüne Licht der WHO abwarten. © afp/aerzteblatt.de

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