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Politik

Behinderten­beauftragter warnt vor Hassreden

Mittwoch, 27. Januar 2021

/Makuba, stock.adobe.com

Berlin – Vor Behindertenfeindlichkeit, Hassrede und Ableismus hat der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gewarnt.

In einem vorab veröffentlichten Videostatement zum Gedenken an die Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus forderte er heute zugleich, Solidarität mit vulnerablen Gruppen, während der Corona­pandemie.

Der „Aktion T4“ fielen mehr als 70.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkran­kungen in Deutschland zum Opfer, den Krankenmorden in der Zeit des Nationalsozialismus europaweit mehr als 200.000 Menschen. Darüber hinaus wurden ungefähr 400.000 Menschen zwangssterilisiert.

Dusel beklagte, dass auch im politischen Raum die Sprache härter geworden sei. „Was mich besonders mit Sorge erfüllt, ist, dass es Menschen gibt, die Fakten verdrehten oder leugneten“.

Es sei wichtig, „diejenigen zu benennen, die wieder angefangen haben, Menschen und Menschen­grup­pen verächtlich zu machen; die andere beleidigen, sie in öffentlichen Diskussionen diskreditieren und an den Rand der Gesellschaft versuchen zu drängen. Ihnen müssen wir entgegentreten und Einhalt gebie­ten“, so Dusel.

Am Holocaust-Gedenktag haben heute die Präsidenten Deutschlands und Israels, Frank-Walter Stein­meier und Reuven Rivlin, sowie EU-Ratspräsident Charles Michel den Überlebenden Respekt gezollt.

Diese stünden „für den Triumph der Menschlichkeit über den Hass“, ihre innere Stärke sei „eine Inspira­tion für uns alle“, sagten sie in einer gemeinsamen Videobotschaft. Zugleich erklärten sie: „Wir erneuern unser Versprechen, dass ihr Vermächtnis fortbestehen und ihr Zeugnis für immer ein Bollwerk gegen all jene sein wird, welche die Vergangenheit leugnen.“

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Seit 25 Jahren ist der 27. Januar daher in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, seit 2005 Internationaler Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen. © kna/aerzteblatt.de

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