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Ausland

World Vision versorgt brasilianisches Amazonasgebiet mit Sauerstoffflaschen

Donnerstag, 28. Januar 2021

/picture alliance, Lucas Silva

Friedrichsdorf – Angesichts der dramatischen Engpässe bei der Versorgung von COVID-19-Patienten im brasilianischen Amazonasgebiet hat die Kinderhilfsorganisation World Vision mehr als tausend Sauer­stoffflaschen in die Region geliefert. Der Sauerstoff sei mit Unterstützung von kirchlichen Organisa­tio­nen im Bundesstaat Amazonas verteilt worden, teilte World Vision gestern in Friedrichsdorf mit.

Auch Hygiene- und Reinigungsmaterialien seien an Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in der Hauptstadt Manaus und neun weiteren Gemeinden geliefert worden.

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Die Organisation betonte, Brasiliens Gesundheitssystem befinde sich „in einer schweren Krise“, nachdem in den vergangenen Wochen so viele Kranke wie nie zuvor eingewiesen worden seien. Besonders schwer betroffen sei das Amazonasgebiet. Zu der Lage beigetragen habe eine mittlerweile weit verbreitete Mu­tante des Coronavirus.

„Seit zehn Monaten sehen wir, wie die Auswirkungen von COVID-19 immer mehr gefährdete Familien und Kinder treffen“, erklärte die Direktorin von World Vision Brasilien, Martha Yaneth Rodríguez, in Ma­naus. „Der Bundesstaat Amazonas befindet sich zum zweiten Mal in einer Extremsituation. Die Gesund­­heits- und Bestattungssysteme brechen erneut zusammen.“

Brasilien gehört zu den am schwer von der Coronapandemie getroffenen Ländern. Mehr als 218.000 Coronainfizierte starben bereits – nur in den USA wurden noch mehr Coronatote registriert.

In den vergangenen Wochen hatten in Manaus zahlreiche Menschen stundenlang für Sauerstoff Schlan­ge gestanden, um unter COVID-19 leidende Angehörige und Freunde zu Hause pflegen zu können. Ärzte sahen sich Versorgungsengpässen gegenüber.

Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro steht wegen seines Coronakrisenmanagements in der Kritik. Er hat die Gefahr durch das Virus stets heruntergespielt und zuletzt auch immer wieder Zweifel am Nutzen von Coronaimpfungen geäußert. © afp/aerzteblatt.de

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