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Ausland

Italienische Regierung investiert 81 Millionen Euro in eigenen Coronaimpfstoff

Donnerstag, 28. Januar 2021

/picture alliance, Fabio Sasso

Rom – Angesichts der schleppenden Versorgung mit Coronaimpfstoffen investiert die italienische Regie­rung 81 Millionen Euro in die Produktion eines eigenen Vakzins. Gesundheitsminister Roberto Speranza teilte gestern mit, dass sich die Regierung in Rom an dem Biotechnologieunternehmen Reithera betei­ligen werde, das derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 forscht.

Die mit der Anticoronastrategie beauftragte Behörde Invitalia hatte bereits vorgestern mitgeteilt, dass der Staat sich mit 30 Prozent an dem Unternehmen beteiligen werde. Reithera soll nach Angaben von Invitalia mit Subventionen und Krediten unterstützt werden.

Das von dem in Rom ansässigen Unternehmen produzierte Vakzin befindet sich in der Testphase. Bei den italienischen und europäischen Behörden wurde noch keine Freigabe beantragt. Bei einem erfolgreichen Verlauf der Tests könne das Präparat ab Juni oder Juli eingesetzt werden, prognostizierte der Direktor des Spallanzani-Krankenhauses in Rom, Francesco Vais.

Dagegen rechnet der Leiter der Behörde für die Zulassung von Medikamenten, Giorgio Palu, erst mit einer Freigabe „frühestens ab September“. Seit Pandemiebeginn wurden in Italien fast 2,5 Millionen Corona­infektionen und mehr als 86.000 Todesfälle durch COVID-19 registriert.

Die Impf­kampagne in Italien kommt wegen mangelnder Lieferung von Impfdosen nur schleppend voran. Bislang wurden in Italien 1,5 Millionen Menschen geimpft. Davon erhielten 240.000 Patienten die zweite Impfdo­sis. © afp/aerzteblatt.de

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