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Ärzteschaft

IT-Verband will Richtlinien für Cloud-Lösungen im Gesundheitswesen

Donnerstag, 28. Januar 2021

/ra2 studio, stock.adobe.com

Berlin – Klare politische Vorgaben für den Umgang mit Gesundheitsdaten fordert der Bundesverband Gesundheits-IT (BViTG). Dem Verband geht es dabei vor allem um die dezentrale Speicherung von Daten in Clouds.

„Cloudbasierte Anwendungen bieten unter anderem einen schnellen und flexiblen Datenzugriff, ein ho­hes Sicherheitsniveau und begünstigen neue, dezentrale Versorgungsmodell“, sagte der Geschäfts­führer des bvitg, Sebastian Zilch.

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Zudem seien sie durch ihre Skalierbarkeit meist sogar finanziell von Vorteil. Insgesamt sind Cloud-Com­puting-Angebote des­halb unabdingbar für eine zukunftsgerechte digitalisierte Gesundheitsversorgung.

Der Verband hat in einem neuen Positionspapier jetzt Kernforderungen für den erfolgreichen Einsatz von Cloud-Lösungen im Gesundheitswesen formuliert. Dazu gehört eine bundesweit einheitliche IT-Sicherheitsrichtlinie, die die unterschiedlichen Landesrichtlinien ersetzt.

Darüber hinaus sollte es eine länderübergreifende Datenschutzrichtlinie als Ersatz für die unter­schiedli­chen Landesdatenschutzrichtlinien, einen klaren Rechtsrahmen, der den Datenaustausch über nationale Grenzen möglich macht, sowie Anreize für den flächendeckenden Einsatz von Cloud-Lösungen geben.

Außerdem fordert der Verband „ein konsequentes politisches Bekenntnis zu Cloud-Lösungen“. „Die dezentrale Speicherung digitaler Gesundheitsdaten in Cloud-Systemen ermöglicht den Abruf von Gesund­heitsinformationen von praktisch überall – vorausgesetzt eine stabile Internetversorgung und nötige Endgeräte sind verfügbar“, heißt es in dem Positionspapier.

Diese Flexibilität ermögliche neue Versorgungskonzepte, insbesondere in der ambulanten Versorgung. Haus- und Landärzte, Notärzte und Rettungskräfte könnten zum Beispiel vom mobilen Zugriff und Abruf von elektronischen Patientendaten profitieren, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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