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Ärzteschaft

Telefonansturm auf Hausärzte wegen Coronaimpfungen

Montag, 1. Februar 2021

/Jacob Lund, stock.adobe.com

Köln – Der Anteil der telefonischen Beratung in Hausarztpraxen ist im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie im Schnitt um das fünf- bis sechs­fache gestiegen. Das sagte die Sprecherin des Hausärzteverbands Nordrhein, Monika Baaken.

Einzelne Ärzte hätten sogar angegeben, dass sie inzwischen nahezu 80 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Telefonieren verbrächten. In jüngster Zeit sei das Aufkommen von Anrufen weiter gestiegen, weil viele Patienten Fragen zu den Impfungen hätten.

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Auch nach Angaben des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe gibt es zahlreiche Anfragen zu den Im­pfun­gen, unter anderem zu möglichen Nebenwirkungen und zur Terminvergabe in den Impfzentren.

„Viele fühlen sich in der Hausarztpraxis sicherer und wären froh, wenn die Impfung in der Praxis durch­ge­führt werden könnte“, sagte die Verbandsvorsitzende Anke Richter-Scheer. Dies ist momentan aller­dings noch nicht möglich. Ansonsten gehe es beim Großteil der Telefongespräche nach wie vor um Co­ronatests.

Seit dem neuerlichen Lockdown nutzten wieder mehr Patienten die Möglichkeit der telefonischen Krank­schreibung. Voraussetzung sei aber, dass der Arzt den Patienten auch kennt, betonte Baar. Der Arzt müsse über die Krankenakte und Vorgeschichte des Patienten Bescheid wissen. „Wenn jemand sich zum ersten Mal an eine Praxis wendet, muss er dort zunächst mal vorstellig werden, ehe er eine Krank­schrei­bung bekommen kann.“

Wegen der vermehrten telefonischen Beratung und der strikteren Terminvergabe seien die Wartezimmer entsprechend leerer als früher.

„Aktuell ist es ruhig in den Praxen“, sagte Richter-Scheer. Dies habe aber auch damit zu tun, dass „die Infektwelle, die wir aus den Vorjahren kennen, in diesem Winter geringer ausfällt“. Auch hier zeigten die Corona-Schutzmaßnahmen Effekte. © dpa/aerzteblatt.de

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