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Ausland

US-Regierung unterstützt Produktion von Coronaschnelltest für zu Hause

Dienstag, 2. Februar 2021

/picture alliance, Sebastian Gollnow

Washington – Die US-Regierung unterstützt mit einem dreistelligen Millionenbetrag die Produktion eines Coronaschnelltests für zu Hause, um die Testkapazitäten im Land auszubauen.

Das US-Verteidigungs­ministerium, das unter anderem für die Verteilung der Coronaimpfstoffe in den USA zuständig ist, teilte gestern mit, die Firma Ellume bekomme 231,8 Millionen US-Dollar, um schnell die Produktion ihres Corona-Heim-Tests in den USA auszubauen.

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Der Schnelltest der Firma hatte im Dezember die Notzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA bekom­men – als landesweit erster Test, der ohne Rezept zu haben ist, komplett zu Hause abgewickelt werden kann und innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis liefern soll. US-Medien zufolge soll der Test pro Stück rund 30 Dollar kosten.

Die USA sind besonders schwer von der Coronapandemie getroffen: In absoluten Zahlen gibt es hier mit mehr als 26 Millionen bekannten Fällen mehr Coronainfektionen als in jedem anderen Land der Erde.

Die Direktorin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte gestern, die Zahl der neu gemel­de­ten Infektionen sei im Schnitt der vergangenen sieben Tage zwar um rund 14 Prozent zurückgegangen – ebenso wie die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Coronainfektion ins Krankenhaus eingewiesen worden seien.

Die Zahl der Todesfälle in Folge einer Coronainfektion sei im gleichen Zeitraum jedoch leicht gestiegen, betonte Walensky. Außerdem seien im Januar mehr Coronatodesfälle als in jedem anderen Monat zuvor registriert worden – mehr als 90.000.

Walensky sagte auch, die ansteckendere britische Coronavirus­mutation sei in den USA inzwischen in 32 der 50 Bundesstaaten nachgewiesen worden. Die Behörde CDC hatte Mitte Januar gewarnt, die britische Mutation verbreite sich schnell und könne bis März in den USA „zur vorherrschenden Variante“ des Coronavirus werden.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Eindämmung der Pandemie zu einem seiner Kernanliegen er­klärt. Er hat unter anderem als Ziel ausgerufen, dass bis zum Ende seiner ersten 100 Tage im Amt – En­de April –mindestens 100 Millionen Impfdosen verabreicht sein sollen.

In den vergangenen Tagen hatte das Impftempo zugenommen. Nach CDC-Angaben wurden bislang gut 31 Millionen Impfdosen gespritzt. Vom Coronateam des Weißen Hauses hieß es, in den vergangenen sieben Tagen seien täglich im Schnitt rund 1,3 Millionen Impfdosen verabreicht worden. © dpa/aerzteblatt.de

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