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Medizin

Stimulation mit Oberflächen­elektroden kann Händezittern verringern

Dienstag, 2. März 2021

/freshidea, stock.adobe.com

London/Würzburg – Eine nicht-invasive Stimulation mit Oberflächenelektroden kann bei Patienten mit essentiellem Tremor das Händezittern reduzieren. Das berichten Wissenschaftler um Sebastian Schreglmann und Robert Peach in der Fachzeitschrift Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-020-20581-7).

Patienten mit essenziellem Tremor leiden an einem rhythmischen Zittern, das vor allem die Hände betrifft. Es ist bekannt, dass sich dies mittels eines implantierten Hirnschrittmachers wirksam behandeln lässt, also durch eine sogenannte tiefe Hirnstimulation.

Die Wissenschaftler liefern jetzt Hinweise, dass auch Elektroimpulse über Klebeelektroden auf der Kopfhaut einen ähnlich positiven Effekt erzielen könnten. „Das Händezittern bei essenziellem Tremor hat eine patientenindividuelle Frequenz und Amplitude. Mittels eines Beschleunigungssensors, eines sogenan­nten Accelerometers, messen wir diese Bewegungen am Mittelfinger des Probanden“, erläuterte Schreglmann das Vorgehen der Forscher.

In Abhängigkeit von diesen Messungen haben sie das Gehirn mit minimalem Wechselstrom stimuliert. Dazu dienten Klebeelektroden, die auf der Kopfhaut über dem Kleinhirn und an der Stirn platziert wurden. Es zeigte sich, dass bei der Mehrzahl der Patienten das Zittern während der randomisiert wiederholten, 30 Sekunden dauernden Stimulation zurückging oder gänzlich aufhörte.

Für die Steuerung der Stimulation in Echtzeit entwickelte Nir Grossman, Senior-Autor der Arbeit, eine neue mathematische Methode, um die kontinuierliche Anpassung an das variable Zittern zu ermög­lichen.

„Durch die signalanalytischen Neuerungen konnten wir nicht nur anhand des gemessenen Zitterns vorhersagen, für wen eine solche Stimulation in Frage kommt, denn nicht alle Patienten sprachen auf die Behandlung an. Vielmehr konnten wir auch den zugrundeliegenden Mechanismus einer erfolg­reichen Stimulation ergründen“, erläuterte der Mathematiker Robert Peach.

Insgesamt lieferte die Studie nach Einschätzung der beiden Neurowissenschaftler aussichtsreiche Pilotdaten, auf denen man weiterführende klinische Studien aufbauen könne. Dies soll jetzt an der Neurologischen Universitätsklinik in Würzburg erfolgen. © hil/aerzteblatt.de

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