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Politik

Mehr als 60.000 Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung

Dienstag, 2. Februar 2021

/YK, stock.adobe.com

Berlin – In Deutschland leben rund 61.000 Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rungsschutz – Menschen ohne Papiere nicht eingerechnet. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor.

„Die konkreten Ursachen dafür, dass Personen über keinen Kran­ken­ver­siche­rungsschutz verfügen, sind sehr heterogen. Im Wesentlichen nehmen die Betroffenen die Möglichkeit, einen Zugang zu einer Kran­kenversicherung zu erhalten, häufig selbst nicht wahr“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

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Bei EU-Bürgern aus Osteuropa und Südosteuropa sei es oft problematisch, den Kran­ken­ver­siche­rungs­schutz zu klären, zum Teil, weil dieser auch in ihrem Heimatland unklar sei. „Die Fragen zur Krankenver­sich­erung werden alle vier Jahre erhoben. Die nächste Erhebung erfolgt für das Berichtsjahr 2023“, infor­miert die Bundesregierung.

Der Bundesregierung liegen nach eigenen Angaben keine Informationen darüber vor, wie viele niederge­las­sene Ärzte beziehungsweise wie viele Arztpraxen Patienten ohne Nachweis eines Versicherungs­schut­zes behandeln. Sie weist daraufhin, dass Ärzte bei einer akuten Erkrankung berufsrechtlich zur Behand­lung verpflichtet sind, auch wenn die erkrankte Person keinen Versicherungsschutz nachweisen kann.

„Eine Verschleppung von Krankheiten oder Verletzungen kann grundsätzlich zu Folgeschäden führen, etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, oder bei Diabetes mellitus“, schreiben die Autoren der Antwort auf die Kleine Anfrage. Zur Häufigkeit oder den Ursachen für die Verschleppung von Krankheiten sowie über Folgeschäden gebe es aber keine Informationen. © hil/aerzteblatt.de

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