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Ausland

Mexiko lässt russischen Coronaimpfstoff Sputnik V zu

Mittwoch, 3. Februar 2021

/picture alliance, TASS, Dmitry Feoktistov

Mexiko-Stadt – Mexikos Behörden haben dem russischen Coronavirusimpfstoff Sputnik V eine Notfall­zulassung erteilt. Das verkündete der Pandemieexperte des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums, Hugo López-Ga­tell, in seiner allabendlichen Coronapressekonferenz gestern.

Kurz zuvor hatte das medizinische Fachblatt The Lancet neue Daten russischer Forscher veröffentlicht, nach denen das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent hat. Zuvor hatte es Kritik an fehlenden be­lastbaren Studien zu Sputnik V gegeben. In Lateinamerika wird das Präparat bereits in Argentinien ein­gesetzt.

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Mexiko hatte an Heiligabend als erstes Land Lateinamerikas seine Impfkampagne begonnen. Bislang wird ausschließlich das Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer ge­spritzt, das Präparat des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford wurde aber inzwischen auch zugelassen.

Nachdem Pfizer die Liefermengen reduzierte, sind allerdings erst rund 678.000 Impfdosen in dem nord­amerikanischen Land verabreicht worden. Viele der Geimpften bekommen die zweite Spritze nicht im empfohlenen Zeitraum.

Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador besprach vergangene Woche mit seinem russischen Amts­kollegen Wladimir Putin eine Sputnik-V-Bestellung Mexikos – 24 Millionen Dosen sollen nach Regie­rungs­angaben im Laufe der kommenden zwei Monate geliefert werden.

Einen Tag zuvor, am 24. Januar, war bei López Obrador COVID-19 diagnostiziert worden – er ist seitdem in seiner Wohnung im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt isoliert.

Mexiko – mit knapp 130 Millionen Einwohnern auf Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder – hat bislang 159.533 Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronaviruspandemie offiziell registriert. Das sind hinter den USA und Brasilien die drittmeisten weltweit. Weil in Mexiko äußerst wenig auf das Virus ge­testet wird und die sogenannte Übersterblichkeit sehr hoch ist, dürfte die wahre Zahl allerdings noch weit höher liegen. © dpa/aerzteblatt.de

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