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Politik

Spahn mit Appell zur Nutzung aller zugelassenen Impfstoffe

Donnerstag, 4. Februar 2021

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Es ist unbedingt sinnvoll, auch das COVID-19-Vakzin von Astrazeneca voll in die laufende Impf­kampagne einzubeziehen – und es beispielsweise für medizinisches Personal zu nutzen. Dies betonte gestern Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU).

Im Rahmen eines Webtalks der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit sagte er, auch der kürzlich zugelassene Astrazeneca-Impfstoff sei sicher und wirksam.

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Wie die Datenlage zeige, verhindere das Vakzin Erkrankungen beziehungsweise schwere Verläufe und dämme nach jüngsten Erkenntnissen auch die Übertragbarkeit ein, so Spahn. Für den Februar erwarte man die Lieferung von drei Millionen Dosen des Impfstoffes.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte das Vakzin für ein Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen, weshalb er für die Impfung von Älteren zunächst nicht genutzt wird. Geplant ist, vor allem Personen, die jünger als 65 Jahre und in medizinischen Einrichtungen einem sehr hohen Expositionsrisiko ausgesetzt sind, mit dem Vektorimpfstoff von Astrazeneca zu impfen.

Diskussionen hatte es sowohl um eine anderslautende Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagen­tur (EMA), welche den Impfstoff auch für höhere Altersgruppen als geeignet ansah, als auch um die im Ver­gleich mit anderen Impfstoffen geringere Schutzwirkung gegeben.

Zur schwelenden Debatte um mögliche Versäumnisse im Rahmen der Impfstrategie verwies Spahn unter anderem darauf, dass in Deutschland bereits 70 Prozent der Pflegeheimbewohner die Erstimpfung gegen COVID-19 erhalten hätten.

Etwa 40 Prozent hätten beide Impfungen erhalten. Insbesondere bei der Zahl der vollständigen Impfung innerhalb der Hochrisikogruppen stehe Deutschland auch im internationalen Vergleich gut da.

Die aktuellen Lieferengpässe würden sich, so seine Erwartung, perspektivisch bessern. Spahn betonte in diesem Zusammenhang, dass man aktuell auch mit finanziellen Mitteln nicht zu einer Steigerung der Produktionskapazitäten beitragen könne. Dies sei ihm mehrfach auf Nachfrage von den Herstellern ver­sichert worden – die Prozesse und Lieferketten müssten sich schlicht mit der Zeit einspielen. © aha/aerzteblatt.de

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Avatar #722910
Dr. Brail
am Freitag, 5. Februar 2021, 19:30

@Riesop

Jemanden, der überhaupt in der Lage ist, zu begreifen, was die Berater ihm erzählen. Einen Fachmann.
Avatar #753528
Al_Bert
am Freitag, 5. Februar 2021, 14:09

@Riesop

was soll Herr Spahn denn auch anderes sagen als das, was die Beratenden ihm empfehlen? er ist nun mal kein Mediziner. Wen wollen wir denn alternativ?
Avatar #869687
Riesop
am Donnerstag, 4. Februar 2021, 20:58

Herr Spahn

Eine Minute Spahns Bild ansehen oder seine Stimme hören - für Pflegekräfte inzwischen das beste Emetikum - wirkt 100%. Wann bekommen wir endlich mal einen Ge­sund­heits­mi­nis­ter vom Fach?
LNS
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