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Ausland

Viele Krebstherapien in armen Ländern nicht verfügbar

Donnerstag, 4. Februar 2021

/AMO, stock.adobe.com

Bielefeld – In vielen Teilen der Welt haben Patienten keinen Zugang zu innovativen Krebsbehandlungen. Darauf weist die Buko Pharmakampagne zum heutigen Weltkrebstag hin. „Eine universelle Gesundheits­versorgung, wie sie die Nachhaltigen Entwicklungsziele anstreben, bleibt so reines Wunschdenken“, sagte Max Klein von der Kampagne.

Besonders schlecht sei die Versorgungslage bei Krebs in vielen Ländern Afrikas aber auch Teilen Asiens. Die Ursachen sind laut Klein vielschichtig: Weniger medizinische Versorgungseinrichtungen mit schlech­terer Ausstattung, Fachkräftemangel oder steigender Tabakkonsum seien einige Gründe. Eine wesent­li­che Rolle spielten zudem die Behandlungskosten, welche die Betroffenen meist selbst tragen müssten.

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Problematisch ist die Situation laut der Buko Pharmakampagne auch in Lateinamerika: „Verschrei­bungen und Ausgaben für neue Krebsmedikamente nehmen rasant zu“, sagte Carlos Durán von Universität Gent (Belgien).

Dabei stehen die Kosten nach seiner Einschätzung oft in keinem Verhältnis zum Nutzen der Präparate. „In den letzten Jahren wurden aus der wissenschaftlichen Community vielfach Sorgen geäußert, was den Mangel an belastbarer Evidenz bei einigen der neu zugelassenen teuren Krebsmedikamente angeht“, sagte er.

Die Buko Pharmakampagne kritisiert die Praxis von Unternehmen, teure Präparate in begrenzter Anzahl an ärmere Länder zu spenden. Das steigere das Image des Unternehmens, sei aber keine lang­fristige Lösung. Die Schenkungsprogramme machten Patienten zudem abhängig vom Wohlwollen der Firmen.

„Stattdessen sind nachhaltige Maßnahmen geboten. Die Welt­gesund­heits­organi­sation hat mittlerweile viele wichtige Krebsmedikamente als unverzichtbare Arzneimittel deklariert. Diese Präparate müssen für alle Menschen zugänglich sein, die sie brauchen“, forderte Klein. © hil/aerzteblatt.de

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