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Ärzteschaft

Kinderärzte kritisieren geplante Neuregelung der Approbationsordnung für Ärzte

Donnerstag, 4. Februar 2021

/Chinnapong, stock.adobe.com

Berlin/Köln – Die Kinder- und Jugendärzte wehren sich gegen geplante Veränderungen in der neuen Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) und fordern dringend, diese zu überarbeiten. „Wir vermissen im praxisnahen Unterricht die Berücksichtigung der besonderen Belange von Kindern und Jugendlichen“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach.

Der aktuelle Entwurf für die kommende ÄApprO ziele vor allem darauf ab, die Allgemeinmedizin und insbesondere die Versorgung chronisch Kranker und Multimorbider zu stärken. „Im Gegensatz hierzu wer­den die besonderen gesundheitlichen Belange von Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend gewür­digt“, so Fischbach.

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Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) begrüßte der Berufs­ver­­band jedoch, dass Studierende gemäß dem Referentenentwurf das sechswöchige ambulante Block­prak­tikum und das ambulante Pflichtquartal im Praktischen Jahr (PJ) nunmehr im gesamten Bereich der haus­ärztlichen Versorgung absolvieren können, also auch in der Kinder- und Jugendmedizin.

Prüfungsrelevant seien die erworbenen spezifischen Kenntnisse allerdings nicht, kritisieren die Ver­bän­de. Die tragende Rolle der Kinder- und Jugendmedizin in Vorsorge, Familienorientierung und Versor­gung werde im vorgelegten Referentenentwurf gefährdet, sagte DGKJ-Präsident Jörg Dötsch.

„Ein Block-Praktikum in der Kinder- und Jugendmedizin in der Klinik – bisher war es verpflichtend – ist in diesem Entwurf nicht mehr vorgesehen, eine systematische stationäre Lehre mit Kindern und Jugend­lichen würde demnach komplett entfallen. Kindspezifische Kompetenzen werden in dieser Struktur kaum noch vermittelt werden können“, warnte er.

DGKJ und BVKJ fordern, dass Medizinstudierende weiterhin ein klinisches Pflicht-Blockpraktikum Kinder- und Jugendmedizin ableisten müssen und das die Staatsexamina pädiatrisches Wissen abprüfen. © hil/aerzteblatt.de

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