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Merck will Biontech schneller mit Lipiden für Coronavakzin beliefern

Freitag, 5. Februar 2021

/picture alliance, Andreas Arnold

Darmstadt – Der deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck und der Coronaimpfstoffhersteller Biontech erweitern ihre Zusammenarbeit. Merck will die Lieferung der von Biontech dringend benötigten Lipide erheblich beschleunigen und die Liefermengen bis Jahresende steigern, wie das Unternehmen heute in Darmstadt mitteilte.

Lipide kommen bei der Herstellung des COVID-19-Impfstoffs BNT162b2 zum Einsatz, den Biontech zu­sam­men mit seinem US-Partner Pfizer unter dem Namen Comirnaty vertreibt. Dabei wird der Botenstoff des mRNA-Vakzins in eine Art Hülle verpackt, die aus Lipiden besteht. Diese fettartigen Moleküle sind wichtig, damit die Wirkstoffe des mRNA-Vakzins freigesetzt werden und die Impfung ihre Wirkung entfal­ten kann.

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Merck und Biontech hatten bereits vor der Coronapandemie zusammengearbeitet und diese Partner­schaft zuletzt intensiviert. In den vergangenen Wochen habe Merck daran gearbeitet, die bereits sehr hohe Produktionskapazität von Lipiden auszubauen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Biontech aus Mainz und Merck aus Darmstadt erarbeiten den Angaben zufolge zurzeit die genauen An­forderungen. Produziert würden die Lipide am Stammsitz von Merck in Darmstadt sowie in Schaffhausen (Schweiz), sagte ein Sprecher. Expertenteams beider Unternehmen seien in ständigem Kontakt. Zu finan­ziel­len Details der vertieften Kooperation äußerte sich Merck nicht.

Die Impfkampagne in Deutschland war zuletzt wegen Lieferschwierigkeiten der Hersteller ins Stocken geraten. Wie nach dem Impfgipfel jüngst verlautete, liegt dies unter anderem bei mRNA-Vakzinen an der Belieferung mit Lipiden. Nur wenige Unternehmen in Deutschland könnten diese herstellen, hieß es aus der Branche. © dpa/aerzteblatt.de

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