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Coronavarianten: Curevac gibt Zusammenarbeit mit Großbritannien bekannt

Freitag, 5. Februar 2021

/EKH-Pictures, stock.adobe.com

Tübingen – Curevac wird künftig mit der britischen Regierung zusammenarbeiten, vor allem um Impf­stoff­kandidaten zu entwickeln, die gegen neue Varianten des SARS-CoV-2-Virus wirken sollen. Das teilte das Tübinger Unternehmen heute mit. Teil der Vereinba­rung seien auch 50 Millionen Impfdosen, die Groß­britannien zustehen sollen, wenn die neuen Vakzine zugelassen werden.

Man wolle von dem Wissen der britischen Vaccines Taskforve (VTF) profitieren, die schon früh begonnen habe, die Entwicklung und Ausbreitung von Virusvarianten zu erfassen. Gemeinsam wolle man sich da­rauf konzentrieren, die Varianten auszuwählen, die für die Ausbreitung besonders relevant seien und diese Erkenntnisse nutzen, um mRNA-Impfstoffe der zweiten Generation zu entwickeln, erklärte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller heute bei einer Präsentation.

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Im Gegenzug werde Großbritannien klinische Studien zur Erprobung der gemeinsam ausgewählten Vak­zinen durchführen mit dem Ziel, diese zur Marktreife zu bringen. Curevac werde Großbritannien im An­schluss die entsprechende Technologie zur Verfügung stellen, damit die ausgewählten Impfstoffe auch dort hergestellt und von dort ausgeliefert werden können.

Curevacs Chief Business Officer Antony Blanc bezeichnete das Land als „Vorreiter bei der Kontrolle, Impf­stoffent­wicklung“ und der Vertei­lung der Vakzine. Man sei optimistisch, dass eine Anpassung des einmal zugelassenen Impfstoffs an neue Varianten innerhalb weniger Wochen möglich sei, wenn das nötige Wissen über diese bereits vorhanden sei.

Das Unternehmen rechnet demnach damit, Ende 2021 einen Impfstoff anbieten zu können, der auch gegen die südafrikanische Variante des Virus wirken soll. Für die Entwicklung eines mRNA-Impfstoff der zweiten Generation arbeitet Curevac zudem mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) zusammen.

Hier wolle man neben monovalenten auch multivalente Ansätze erproben, auch um sich möglicherweise noch entwickelnden Varianten vorzugreifen, so Schüller. Gemeinsam plane man, in diesem Rahmen Im­pfungen für kommende Pandemien zu entwickeln. GSK werde dabei alle Rechte für Entwicklung, Her­stellung und Vermarktung erhalten. Nur im deutschsprachigen Raum sollen diese den Angaben zufolge bei Curevac selbst verbleiben.

Darüber hinaus kooperiert Curevac mit dem deutschen Pharmariesen Bayer. Die Infrastruktur der Lever­kusener soll vor allem bei der Herstellung und Auslieferung des aktuell noch in klinischen Tests be­find­lichen mRNA-Impfstoffs von Curevac unterstützen.

Erst gestern hatte Curevac bekanntgegeben, bei einer Kapitalerhöhung 517,5 Millio­nen US-Dollar (rund 431,5 Millionen Euro) erlöst zu haben. Nach Abschluss der Optionsausübung stieg die Zahl der durch das Unternehmen verkauften Stammakti­en auf 5,75 Millionen zum Ausgabepreis von je 90 Dollar. CureVac ist seit August 2020 an der New Yorker Börse Nasdaq notiert. © alir/aerzteblatt.de

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