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Politik

Bayern und Frankreich wollen Europas Hightechforschung beschleunigen

Freitag, 5. Februar 2021

Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron während der heutigen Videokonferenz. /picture alliance, Peter Kneffel

München/Paris – Bayern und Frankreich wollen ab sofort ihre Zusammenarbeit in der Hightechfor­schung intensivieren. Darauf haben sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer 45-minütigen Videokonferenz verständigt.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass wir eine neue Geschwindigkeit in der Technologiepolitik der Zukunft brauchen“, sagte Söder im Anschluss heute in München. Für Europa sei es ganz entscheidend, „dass wir das Level mit USA und China in der internationalen Wissenschaftspolitik verbessern können.“

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Konkret hätten er und Macron zehn Einzelpunkte der Kooperation vereinbart, sagte Söder. Dazu zählten etwa die Bereiche Künstliche Intelligenz, Raumfahrt und Robotik. Zudem würden beide Länder einen gemeinsamen Start-up-Wettbewerb ausloben, der mit einer Million Euro datiert werde.

Zwischen München und Paris solle auch die Forschung beim Bau eines Quantencomputers intensiviert und zwischen Toulouse und Ingolstadt das „wichtige Thema“ autonome Fluggeräte mit Airbus als Partner vorangetrieben werden.

Söder betonte zudem, er und Macron seien sich darin einig gewesen, dass Europa nicht nur eine neue Geschwindigkeit in der Technologie sondern auch ein neues Level der technischen Souveränität brauche.

„Wir wollen nicht die Systeme anderer übernehmen, aus den USA oder China, sondern eine eigene Ka­pazität entwickeln“, sagte er. Bayern sei als Land der Hochtechnologie und wegen seiner Hightechagen­da ein international begehrter und „besonders starker“ Partner.

Söder und Macron hatten sich bereits im vergangenen Jahr am Rande der Münchner Sicherheitskonfe­renz zu einem kurzen Gespräch getroffen. In der Folge vereinbarten sie auch, weiterhin Kontakt zu hal­ten, wegen der Coronakrise war aber ein weiteres persönliches Treffen bislang nicht mehr möglich. © dpa/aerzteblatt.de

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