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Italien erlässt Dekret für Einsatz von Medikamenten gegen Corona

Montag, 8. Februar 2021

/picture alliance, Vincenzo Livieri, IPA

Rom – Italien beschleunigt nach Angaben von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Roberto Speranza das Verfahren zum Einsatz von Antikörpermedikamenten zur Coronabehandlung für bestimmte Patientengruppen. Er habe ein Dekret zur Ausgabe von Präparaten mit monoklonalen Antikörpern unterschrieben, teilte Speranza auf Facebook mit.

Die italienische Arzneimittelbehörde Aifa und der staatliche Gesundheitsrat hätten dafür ihr Okay gege­ben. „So haben wir zusammen mit den Impfstoffen eine zusätzliche Chance, um COVID-19 zu bekäm­pfen“, schrieb der Minister. Bei monoklonalen Antikörpern handelt es sich meist um gentechnisch modi­fizierte Antikörper.

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Die Pharmabehörde Aifa veröffentlichte Informationen, wonach es trotz fehlender Daten und einer „Un­gewissheit hinsichtlich des Nutzens solcher Arzneimittel“ wegen der Notsituation angebracht sein kann, über zwölf Jahre alten Patienten die Behandlung anzubieten.

Das gelte für Infizierte, die nicht im Krankenhaus seien und eine leichte bis mittlere Erkrankung hätten mit dem erhöhten Risiko einer schweren COVID-19-Form. Es wurden noch weitere Einschränkungen ge­macht. Geprüft wurden Optionen für Medikamente der US-Hersteller Eli Lilly und Regeneron.

In Deutschland hatte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn Ende Januar den Ankauf von 200.000 Do­sen der beiden Antikörpermedikamente zur Coronabehandlung bekanntgegeben. Sie sollen zunächst in Unikliniken bei Risikopatienten in der Frühphase eingesetzt werden.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte Anfang Februar mitgeteilt, man habe mit der Prüfung des Coronamedikaments REGN-COV2 (Regeneron) begonnen. Einige Virologen haben aber vor allzu großen Hoffnungen gewarnt. Italien ist von der Pandemie hart getroffen mit bisher mehr als 90.000 Toten. © dpa/aerzteblatt.de

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