NewsMedizinMittagsschlaf verbessert die kognitive Funktion
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Mittagsschlaf verbessert die kognitive Funktion

Donnerstag, 18. März 2021

/contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Anhui/Shanghai – Ein regelmäßiger Mittagsschlaf kann die kognitive Funktion verbessern. Er scheint mit einer besseren Raumorientierung, Sprachgewandtheit und einem besseren Arbeitsgedächtnis verbunden zu sein. Das berichten chinesische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift General Psychiatry (2020; DOI: 10.1136/gpsych-2020-100361).

Die Forscher untersuchten die Wirkungen des Mittagsschlafs an 2.214 gesunden Menschen, die mindes­tens 60 Jahre alt waren und in mehreren großen Städten Chinas lebten, darunter Peking, Shanghai und Xian.

Insgesamt 1.534 von ihnen hielten einen regelmäßigen Mittagsschlaf, während 680 dies nicht taten. Alle Teilnehmer unterzogen sich einer Reihe von Gesundheitschecks und kognitiven Untersuchungen, ein­schließ­lich des Mini Mental State Exam (MMSE).

Die durchschnittliche Dauer des nächtlichen Schlafs betrug in beiden Gruppen etwa 6,5 Stunden. Mittags­schlaf wurden definiert als Perioden von mindestens 5 aufeinanderfolgenden Minuten Schlaf, aber nicht mehr als 2 Stunden, und wurden nach dem Mittagessen gehalten.

Die Teilnehmer wurden gefragt, wie oft sie während der Woche ein Nickerchen machten. Dies reichte von 1 Mal pro Woche bis zu täglich. Die Demenz-Screening-Tests umfassten 30 Punkte, die verschiedene Aspekte kognitiver Fähigkeiten und höherer Funktionen maßen, darunter visuell-räumliche Fähigkeiten, Arbeitsge­dächtnis, Aufmerksamkeitsspanne, Problemlösungsvermögen, Ortskenntnis und verbale Gewandtheit.

Es zeigte sich, dass die MMSE-Werte für die kognitive Leistungsfähigkeit bei den Mittagsschläfern signif­ikant höher waren als bei denjenigen, die keinen Mittagsschlaf machten. „Es gab signifikante Unterschiede bei der Ortsaufmerksamkeit, der verbalen Gewandtheit und dem Gedächtnis“, berichten die Forscher. Sie weisen aber daraufhin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, welche das Ursache-Wirkungs-Verhältnis nicht klärt. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER