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Mehr COVID-19-Infektio­nen nach „Querdenken“-Demons­trationen

Dienstag, 9. Februar 2021

/picture alliance, Annette Riedl

Berlin/Mannheim – Die „Querdenken“-Demonstrationen im November 2020 haben offenbar dazu beige­tragen, dass sich das Coronavirus SARS-CoV-2 innerhalb Deutschlands stark verbreitet hat.

Dies zeigt eine aktuelle Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW Mann­heim) und der Humboldt-Universität zu Berlin, die die Auswirkungen zweier großer „Querdenken“-Kund­gebungen, die im Novem­ber 2020 stattfanden, auf die Sieben-Tage-Inzidenz bis Ende Dezember analy­siert.

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Untersucht wurde das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, aus denen zehntausende Demonstranten zu den Kundgebungen am 7. November 2020 in Leipzig und am 18. November 2020 in Berlin anreisten.

Um diese Orte zu bestimmen, nutzen die Autoren der Studie Informationen über das Angebot von Bus­rei­sen eines Netzwerks von Busunternehmen, das sich seit Sommer 2020 auf die Beförderung von De­monstranten zu den Kundgebungen spezialisiert hat.

Laut der Analyse stieg die Sieben-Tages-Inzidenz nach den Demonstrationen deutlich stärker in Land­krei­sen an, die Städte mit einer solchen Busverbindung beinhalteten, als in Landkreisen ohne solche Busverbindungen. Dies hatte bis Weihnachten einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz um 40 in den betroffenen Landkreisen zur Folge.

Die Wissenschaftler schätzen anhand ihrer Datenbasis, dass bis Weihnachten 2020 zwischen 16.000 und 21.000 COVID-19-Infektionen hätten verhindert werden können, wenn diese beiden großen „Querden­ker“-Kundgebungen abgesagt worden wären.

„Eine mobile Minderheit, die sich nicht an geltende Hygieneregeln hält, kann so ein erhebliches Risiko für andere Personen darstellen“, betonte ZEW-Wissenschaftler und Koautor der Studie Martin Lange. © aha/aerzteblatt.de

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