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Forscher entwickeln Anlage zur Herstellung von CAR-T-Zellen

Donnerstag, 11. Februar 2021

CAR-T steht für „chimärer Antigenrezeptor-T-Zellen“. Die T-Zellen des Krebspatienten exprimieren ein Rezeptor, dessen Gen von einem inaktivierten Virus eingeschleußt wird. /Sebastian Kaulitzki, stock.adobe.com

Aachen – Eine Anlage, um Patienten schneller und kostengünstiger eine individuelle Krebstherapie mit CAR-T-Zellen anzubieten, entwickeln Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnolo­gie (IPT Aachen), zusammen mit internationalen Partnern.

Die in dem Projekt namens „AIDPATH“ entwickelte Anlage soll patientenbezogene Daten und Biomarker in den Therapieprozess integrieren und eine zielgerichtete und patientenspezifische Zelltherapie direkt am Behandlungsort möglich machen, also direkt am Krankenhaus.

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Zusätzlich befasst sich das Projekt mit der Integration der Anlage in das Krankenhausumfeld und berück­sichtigt dabei Logistikprozesse sowie das Datenmanagement und die Datensicherheit.

Die CAR-T-Zelltherapie basiert auf genetisch veränderten T-Zellen. Die Zellen werden dem Patienten zu­nächst für die Behandlung aus dem Blut entnommen und mit einem sogenannten chimären Antigen­re­zeptor (CAR) ausgestattet. Dieser Rezeptor versetzt die Zellen in die Lage, Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören.

Die CAR-T-Zell-Therapie wird bereits seit zwei Jahren in Deutschland angewandt. Laut den Wissenschaft­ler erfordern aber komplexe Logistikprozesse aus zentralen Produktionsstätten sowie unflexible Herstell­ungs- und Anwendungsschemata im Augenblick viel Zeit. Zudem sei es bisher nicht gelungen, die indi­viduellen Zelleigenschaften des Patienten zu berücksichtigen.

Die Partner in dem von der Europäischen Union (EU) geförderten Projekt setzen auf Künstliche Intelli­genz (KI), die die individuellen Daten und Biomarker des Patienten in den Therapieprozess einbeziehen soll.

So sollen hochpotente und optimal angepasste CAR-T-Zellprodukte entstehen, die die veränderten Zellen im Blut des Patienten oder den Tumor zielsicher bekämpfen. „Im EU-Forschungsprojekt AIDPATH schaff­en wir einen Prototyp für die intelligente und automatisierte Produktion von Therapeutika der Zukunft.

Die CAR-T-Zell-Herstellung erfolgt in einer kompakten Anlage, die von den Medizinern vor Ort in der Kli­nik betrieben werden kann. Wir ermöglichen so einen Paradigmenwechsel in der Versorgung von Patien­ten mit personalisierten Therapeutika“, sagt Niels König, Abteilungsleiter der Produktionsmesstechnik am Fraunhofer IPT, der das Projekt koordiniert. © hil/aerzteblatt.de

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