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Politik

Deutschland verschärft Reisewarnung für China

Donnerstag, 11. Februar 2021

/Alexey Novikov, stock.adobe.com

Peking – Mit dem Hinweis auf mögliche drastische Maßnahmen Chinas im Kampf gegen das Coronavirus SARS-COV-2 hat die Bundesregierung ihre Reisehinweise für die Volksrepublik verschärft.

„Personen mit auskurierter COVID-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchun­gen unterzogen“, war gestern auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu lesen.

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Dies könne auch Personen betreffen, „die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an COVID-19 noch Antikörper aufweisen“. Gleiches könne für Reisende gelten, die mit demselben Flug einreisen wie eine Person, die positiv auf COVID-19 getestet werde.

„Medizinische Maßnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografieaufnahmen.“ Von nicht notwendigen Reisen nach China werde „abgeraten“, heißt es weiter.

Die Verschärfung folgte auf in Peking kursierende, offiziell unbestätigte Informationen über die Einwei­sung von Einreisenden mit einem positiven Antikörpertest, der eigentlich auf eine überwundene Erkran­kung und eine mögliche Immunität hinweist. In diplomatischen Kreisen war auch von einem Fall zu hö­ren, wobei sogar ein Reisender mit Antikörpern durch eine Impfung Probleme bekommen haben soll.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete von einem Bundesbürger, der im Januar nach China eingereist sei und dabei angegeben habe, zuvor eine COVID-19-Erkrankungen überwunden zu haben. Er werde wegen eines positiven IgG-Antikörpertests seit Mitte Januar in einem Krankenhaus festgehalten. Der Zeitung berichtete von weiteren Fällen eines Bundesbürgers und einer Person aus einem anderen Staat.

China hat seine Grenzen seit März für Ausländer weitgehend dicht gemacht, doch können Deutsche mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung zur Arbeit oder auch zur Familienzusammenführung einreisen. Inhaber abgelaufener Aufenthaltsgenehmigungen können ein neues Einreisevisum beantragen. Kurz vor dem Ab­flug sind verschiedene Tests notwendig.

Nach der Ankunft wird zwischen zwei und vier Wochen Quarantäne in einem Hotel oder einer zentralen Einrichtung angeordnet. In einer jüngsten Umfrage der Deutschen Handelskammer in China beschrieben deutsche Unternehmen die Einreisebeschränkungen als ihr größtes Problem. © dpa/aerzteblatt.de

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