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Ausland

Großbritannien bereitet nächste Phase der Impfkampagne gegen Corona vor

Montag, 15. Februar 2021

/picture alliance, Steve Parsons

London – Die britischen Behörden haben Vorbereitungen für die nächste Phase der landesweiten Coro­naimpfkampagne getroffen. Ab heute sollen alle 65- bis 69-Jährigen sowie Risikopatienten geimpft wer­den. In der ersten Phase war 15 Millionen Menschen der am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen die erste Impfdosis verabreicht worden. Premierminister Boris Johnson sprach in einer Videobotschaft auf Twitter von einem „bedeutenden Meilenstein“ und einer „außergewöhnlichen Leistung“.

„Wir haben das zusammen geschafft", erklärte Johnson. Die Regierung hatte das Ziel ausgegeben, bis Mitte Februar allen Angehörigen der vier am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen – den über 70-Jährigen, Mitarbeitern und Bewohnern von Pflegeheimen, Gesundheitspersonal und Hochrisikopatienten – eine Impfung anzubieten. Bis Mai will die Regierung alle über 50-Jährigen und bis September alle Volljährigen geimpft haben.

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Großbritannien ist mit mehr als vier Millionen Infizierten und über 116.000 Toten das am härtesten von der Coronapandemie betroffene Land Europas. Das Königreich war weltweit unter den ersten, die rasch mehrere Coronaimpfstoffe zuließen. Inzwischen hat es eine der höchsten Impfraten der Welt.

Nach der Einführung strenger Coronabeschränkungen ist die Infektionsrate in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Heute tritt zusätzlich eine zehntägige Hotelquarantänepflicht für Rückkehrer aus 33 Risikoländern in Kraft. Angesichts der sinkenden Coronazahlen werden Forderungen nach einer Locke­rung der Beschränkungen Anfang März laut.

Johnson will am 22. Februar eine „Roadmap“ für den Ausstieg aus den Coronamaßnahmen vorstellen. Wie die Zeitung Sunday Telegraph berichtete, sollen als erstes Treffen mit einem Mitglied eines anderen Haushalts für einen Kaffee oder ein Picknick im Park wieder erlaubt werden. Schulöffnungen sind vom 8. März an vorgesehen.

Großbritannien hatte am 8. Dezember mit der Massenimpfung begonnen. Mittlerweile werden drei Vak­zi­ne eingesetzt. Allerdings haben erst gut 537.000 Menschen eine zweite Dosis erhalten, die nach An­sicht von Experten den vollen Schutz sicherstellt. „Niemand wird sich auf seinen Lorbeeren ausruhen“, sagte Johnson. „Es liegt noch ein weiter Weg vor uns.“ Nächstes Ziel ist Staatssekretär Zahawi zufolge, bis Ende April allen über 50-Jährigen eine Impfung anzubieten.

Zudem will Johnson bei seinem ersten Videogespräch als Vorsitzender der G7 die anderen Staats- und Regierungschefs zu engerer Zusammenarbeit bei der Verteilung von Coronaimpfstoffen aufrufen.

Gemeinsam solle ein neuer, globaler Ansatz verfolgt werden, um der „nationalistischen und spaltenden Politik“ ein Ende zu setzen, die anfangs die Reaktion auf das Coronavirus beeinträchtigt habe, teilte die britische Regierung mit.

Das Online-Treffen der G7 sei für den kommenden Freitag (19. Februar) geplant. Großbritannien hat in diesem Jahr den Vorsitz der Gruppe sieben führender Wirtschaftsmächte inne. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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