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Ärzteschaft

Brandenburg will Arztpraxen in Coronaimpfung einbeziehen

Montag, 15. Februar 2021

/picture alliance, NurPhoto, Donal Husni

Potsdam – Die Brandenburger sollen sich nach dem Willen der Landesregierung auch in Arztpraxen ge­gen SARS-CoV-2 impfen lassen können – wenn die Voraussetzungen dafür stimmen. „Selbstverständlich sollen die Arztpraxen in die Impfkampagne einbezogen werden, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfü­gung steht“, sagte Regierungssprecher Florian Engels.

„Wir begrüßen, dass viele Ärzte bereit stehen, um damit möglichst bald zu beginnen. Dazu brauchen wir Verlässlichkeit und Transparenz bei den Impfstofflieferungen.“ Dafür müsse aber auch die Impfverord­nung geändert werden. Sie sehe derzeit nur Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern und von mobi­len Teams vor.

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Die Vertragsärzte in Brandenburg fordern, dass die Coronaimpfung auch beim Hausarzt und in anderen Arztpraxen möglich wird. „Gerade alten und kranken Menschen bleibt durch eine Impfung in der Arztpra­xis der mitunter schwierige Weg in ein Impfzentrum erspart“, heißt es in einem Papier, das die Kassen­ärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) gestern veröffentlichte.

„Die Ärzte kennen ihre Patienten am besten und wissen aus ärztlicher Sicht, wer zu den medizinisch pri­o­risierten Gruppen zählt (...).“ Die Impfungen in Praxen entlasteten die Terminvereinbarung für Impfzent­ren. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) solle dies ermöglichen.

Unterstützung erhielt die KV heute von der Ärztekammer. „Das gestern präsentierte Positionspapier der KV Brandenburg wird von der Lan­des­ärz­te­kam­mer Bran­den­burg mitgetragen“, erklärte der Präsident der Ärztekammer Brandenburg, Frank-Ullrich Schulz, heute.

Bislang sei sicher die Impfstoffknappheit wesentlich für den schleppenden Anlauf der Impfungen verant­wortlich. Dies könnte sich aber bereits bald mit der Zulassung weiterer Vakzine ändern, die dann auch in Bezug auf die Kühlung leichter gehandhabt werden können.

„Dann ist es wichtig, dass der Zugang zur Impfung für die Menschen in Brandenburg möglichst unkom­pliziert ist. Das gilt auch für die jüngeren Angehörigen von Risikogruppen die aktuell eine Bescheini­gung von ihrem Hausarzt benötigen, damit sie schneller einen Termin in einem Impfzentrum bekom­men“, erklärte Schulz.

„Diese doppelten Wege und der Zeitverlust würden nicht entstehen, wenn die behandelnden Ärzte ihre Patienten direkt impfen dürften. Die KV hat einen Modellversuch vorgeschlagen, damit alle Beteiligten besser auf die Zeit vorbereitet sind, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht.“ Schulz zeigte sich erfreut, dass auch die Landesregierung dieses überaus vernünftige Konzept ermöglichen will. © dpa/may/aerzteblatt.de

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