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Ärzteschaft

Amtsärzte warnen vor Überforderung der Gesundheitsämter

Montag, 15. Februar 2021

Gesundheitsamt Berlin /picture alliance, Britta Pedersen

Stuttgart – Die deutschen Amtsärzte warnen davor, die Gesundheitsämter in der Coronapandemie weiter zu überlasten. „Man hätte die Gesundheitsämter längst aufrüsten und dauerhaft mit mehr Personal aus­statten können – und nicht nur kurzfristig mit Hilfskräften, wenn die Infektionszahlen steigen“, sagte die Vorsitzen­de des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte (BVÖGD), Ute Teichert, den Stuttgarter Nach­richten und der Stuttgarter Zeitung.

„Einzelne Ämter haben ein paar Stellen bekommen, aber flächendeckend ist noch nicht allzu viel passiert. Das reicht noch lange nicht aus.“ Es seien auch nach wie vor zu viele Bundeswehrsoldaten zur Hilfe in den Ämtern nötig. „Den Kurs, mit Hilfskräften aufzustocken, hat man noch nicht verlassen“, kritisierte Teichert.

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Die Verbandsvorsitzende äußerte zudem Zweifel, an der gewählten Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Sieben-Tage-Inzidenz. „Ich habe von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Zahl 50 für die Gesundheitsämter sehr hoch gegriffen ist“, sagte Teichert.

Die Politik brauche eine Grenze und habe die 50 „willkürlich gewählt“. Eine Inzidenz von 50 oder etwas da­runter sei aber noch „viel zu viel“. „Wenn jetzt zu rasch gelockert wird, steigen die Zahlen im April wieder, und wir bekommen eine dritte Welle“, warnte sie. © dpa/aerzteblatt.de

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TomKat
am Dienstag, 16. Februar 2021, 23:42

Man baut vor!

Klar denkt die Politik schon an die Zeit nach Corona. Da will man nicht den zusätzlichen personellen Ballast wieder über Bord werfen müssen. Daher auch die magische Zahl "35". Mit neuester Technik und entsprechendem Personal könnten wir auch 50 oder 100 schaffen.
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