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Politik

Ethikrats­vorsitzende: Sanktionen für „Impfdrängler“ denkbar

Montag, 15. Februar 2021

/picture alliance, Laci Perenyi

Mainz – Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält Sanktionen für Impf­drängler für denk­­bar. „Die Impfverordnung ist geltendes Recht in den Ländern. Und wenn die eklatant verletzt wird, ist es eine gute Idee, auch über Sanktionen nachzudenken“, sagte sie gestern im Interview bei ZDF heute.

Wenn die Verordnung nicht eingehalten werde, führe dies zudem zu „Gefühlen von Unfairness und unge­rechter Bevorzugung Einzelner. Und das zerstört das Vertrauen in das ganze Vorgehen“. Es brauche zu­dem einen Mechanismus, der regle, was mit übrig gebliebenen Impfdosen geschehen solle.

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Möglich sei beispielsweise eine Telefonkaskadenliste, die man kurzfristig abtelefonieren könne, so Buyx. Auf dieser Liste sollten Menschen wie Polizisten oder Feuerwehrleute stehen, „die auch in eine Prio­risie­rungsgruppe gehören".

Natürlich müsse man pragmatisch vorgehen, und es gebe Fälle, in denen die Abgrenzung schwer sei. „Jede Impfdosis muss in einem Arm“, betonte Buyx. Aber es müsse nachweisbar sein, „dass man sich be­müht hat, das innerhalb der Priorisierungsgruppen zu machen“.

Am vergangenen Freitag hatte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) erklärt, er schließe Sankti­o­nen gegen Personen, die sich entgegen der Priorisierung vorzeitig gegen COVID-19 impfen lassen, nicht aus. Dies werde im Rahmen der Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit dem Bundestag geprüft. Auch die Grünen und die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatten zuletzt Sanktionen gefordert.

Spahn betonte, es sei sehr wichtig, dass am Ende eines Impftages alle übrig gebliebenen Impfdosen ge­nutzt würden. Aber es brauche auch in dieser Situation Regeln. Er wisse, dass es diese in vielen Impf­zent­ren bereits gebe, etwa indem Personal eines nahe liegenden Krankenhauses oder Einsatzkräfte ge­impft würden. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #884094
emden09
am Dienstag, 11. Mai 2021, 06:00

Ethikrat un Geriatrie

Szene 1: Eine junge Generation wird gebeten und schließlich per Gesetz gezwungen auf die alte generation die je nach Lesart 60-300x schlimmer von Covid-19 betroffen ist Rücksicht zu nehmen.

Szene 2: Es werden Impfstoffe entwickelt und so getestet un zugelassen, dass Kinder und Jugendliche außen vor bleiben.

Szene 3: auf der Bühne erscheint ein Ethikrat aus Greisen und eine ebenso überalterte Impfkommission und beschließt: Die Alten (überwiegend CDU-Wähler) werden zuerst geimpft. Eine Ethik, die sagen würde, wird müssen die Zukunft Deutschlands (Kinder, Schüler und Studenten) sowei diejenigen, die durch Arbeitsleistung Rente und Pflege der Alten garantieren zuerst schützen, ist von derart geriatrisch besetzten (dazu durch die CDU/SPD Bundesregierung besetzten) Kommissionen natürlich nicht zu erwarten.

Szene 3: für Luftreinigungsgeräte ind Schulen und Universitäten ist natürlich in der „kürze der Zeit“ in der man Impfstoffe entwickeln, Wissenschaftliche Studien für greise aber nicht für kinder und Jugendliche durchführen konnte natürlich nicht vorhanden. Also auch hier kein Schutz von Regierung oder „Kommissionen“ für die Jungen zu erwarten.

Szene 5: Nun fordert die geriatrisch besetzte Kommission drakonische Strafen für diejenigen Jungen, die sich an den regeln die von Alten für Alte gamacht wurden „vorbeimogeln“.

Szene 6: Es findet eine Bundestagswahl statt. Die mit Impfstoffen geretteten CDU-WählerInnen werden mit Impfstoffen aufgeputscht zur Letztwahl an die Wahlurne getrieben.

Bravo Deutschland! Man fragt sich, wie ein „Ärzteblatt“ diese offensichtlich bewusst herbeigeführte Gerechtigkeitslücke für junge und auch für arbeitenden Menschen so Kritiklos als „ethisch“ geboten hinnehmen kann, statt die Vorsitzende dieser sogen. „Ethik-Kommission“ zu den ja nicht nur von mir hier aufgeworfenen kritsichen Fragen mal ordentlich zu Grillen.
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