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Betriebsärzte wollen gegen SARS-CoV-2 impfen

Dienstag, 16. Februar 2021

/dpa

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) weist daraufhin, dass Betriebsärzte Belegschaften sehr rasch und effektiv gegen SARS-CoV-2 impfen können. Die Fach­gesellschaft fordert das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) daher auf, dies in ein entsprechendes Impfkonzept einzubinden.

„Mit rund 45 Millionen Erwerbstätigen stellt die Arbeitswelt das größte Präventionssetting hierzulande dar. Dieses Potenzial darf nicht ungenutzt bleiben, wenn es darum geht, die Coronapandemie zu bekäm­pfen und eine hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung zu erzielen“, erklärte die DGAUM.

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Zwar habe das BMG die Betriebsärzte in der Coronaimpfverordnung sowie bei der Impfempfehlung der STIKO als Akteure aufgeführt, wie aber die Einbindung in der Praxis konkret erfolgen soll, sei bislang nicht geklärt. Ebenfalls offen sei die Frage nach der Datenübermittlung an das Robert-Koch-Institut.

„Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren und müssen jetzt vorausschauend planen und handeln. Sobald ausreichend Impfstoff vorhanden ist, gilt es schnell der breiten Masse der Bevölkerung ein Impfangebot zu machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der DGAUM, Thomas Nesseler.

Das gehe nur, indem man die Expertise der rund 12.500 Betriebsärzte in Deutschland nutze und den rund 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland einen unkomplizierten Zugang zu den Impfun­gen ermögliche.

Die Impfungen nun rasch auf weitere Akteure auszudehnen, hatte vor wenigen Tagen die Kassenärzt­li­che Bundesvereinigung (KBV) gefordert. Bis zu 75.000 der bundesweit 102.000 Arztpraxen könnten sich nach Einschätzung der KBV an der Impfkampagne beteiligen, wenn dafür die notwendigen Voraus­set­zungen geschaffen seien.

Hierzu zählen laut dem stellvertretenden KBV-Vorstandsvorsitzenden Stephan Hofmeister verlässliche Liefermengen, praxistaugliche Verteilungswege für Impfstoffe und Verbrauchsmaterial sowie entsprech­ende Abrechnungsmodalitäten.

Spätestens im April sollten flächendeckende Impfungen in den Arztpraxen beginnen, forderte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen. © hil/aerzteblatt.de

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