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Palästinenser werfen Israel Blockade von Impfstofflieferung vor

Dienstag, 16. Februar 2021

Palästinas Premierminister Mohammad Ishtayeh bei der gestrigen Pressekonferenz in Ramallah. /picture alliance, ZUMAPRESS.com, Prime Minister Office

Ramallah – Die Palästinenser haben Israel die Blockade einer Impfstofflieferung in den Gazastreifen vor­geworfen. Die israelische Regierung habe verhindert, dass 2.000 Dosen des russischen Coronaimpfstoffs Sputnik V in den Küstenstreifen gelangt seien, teilte die Palästinensische Autonomiebehörde gestern Abend mit.

Diese seien zur Impfung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen bestimmt gewesen. Israel trage die „volle Verantwortung für diesen willkürlichen Schritt“.

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Die israelische Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) erklärte hingegen, die palästinensi­schen Behörden hätten die Lieferung von 1.000 Impfdosen nach Gaza beantragt. Darüber müsse aber noch eine „politische Entscheidung“ getroffen werden.

Israel hatte seine Blockade des Palästinensergebiets nach der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen 2007 verschärft. Seit 2008 führten die Hamas und Israel drei Kriege gegeneinan­der.

Wegen Lieferverzögerungen wurde gestern außerdem der Beginn der Impfkampagne für die Bürger im von Israel besetzten Westjordanland verschoben.

Die palästinensischen Behörden erwarten rund zwei Millionen Impfdosen verschiedener Hersteller sowie weitere Lieferungen im Rahmen der COVAX-Initiative.

Im Westjordanland wurden bislang fast 115.000 Coronainfektionen und fast 1.400 Tote registriert. Im Gazastreifen steckten sich nach Angaben der Hamas mehr als 53.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. 537 Infizierte starben demnach. © afp/aerzteblatt.de

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