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Medizin

SARS-CoV-2: Bisher nur wenige Zweitinfektionen in Österreich

Dienstag, 16. Februar 2021

/peterschreiber.media, stock.adobe.com

Graz – In Österreich ist es in den ersten 7 Monaten nach dem Ende der 1. Welle von COVID-19 nicht zu einer erhöhten Zahl von Reinfektionen mit SARS-CoV-2 gekommen. In einem landesweiten Register wurden laut einer Publikation im European Journal of Clinical Investigation (2021; DOI: 10.1111/eci.13520) nur 40 mögliche Fälle registriert. Der einzige Todesfall ist vermutlich nicht auf COVID-19 zurückzuführen.

Da die Immunität nach anderen respiratorischen Infektionen einschließlich den durch Coronaviren verursachten Erkältungen mit der Zeit nachlässt, ist die Sorge vor einer Welle von Reinfektionen mit SARS-CoV-2 groß. Bisher gibt es hierfür keine Anzeichen. 2 frühere Analysen aus Großbritannien unter Angehörigen der Gesundheitsberufe ermittelten nur vereinzelte Erkrankungen. Die Rate Ratios von 0,11 und 0,17 sprachen dafür, dass eine Erstinfektion beinahe die Schutzwirkung einer Impfung erzielt.

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Ein Team um Stefan Pilz von der Medizinischen Universität Graz hat jetzt die Daten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ausgewertet, die landesweit alle Infektionen mit SARS-CoV-2 erfasst.

Von den 14.840 Einwohnern, bei denen in der 1. Welle eine Infektion mit SARS-CoV-2 durch einen PCR-Abstrich gesichert wurde (und die sie überlebt haben), sind zwischen den Monaten September bis November insgesamt 40 oder 0,27 % erneut positiv getestet worden, wobei nicht ganz sicher ist, wie hoch der Anteil der Personen ist, bei denen einer der beiden Tests falsch-positiv ausfiel.

Pilz vergleicht die 40 Infektionen mit den 253.581 Infektionen, die in den 3 Monaten in der Allgemein­bevölkerung aufgetreten sind, was einem Anteil von 2,85 % entspricht. Die Odds Ratio betrug 0,09 (95-%-Konfidenzintervall 0,07 bis 0,13) was eine Schutzwirkung der ersten Infektion von 91 % ergibt, die sich demnach mit der Schutzwirkung durch die Impfungen vergleichen lässt.

2/3 der Reinfizierten waren Frauen (62,5 %). Das mediane Alter bei der ersten Infektion war mit 39,8 Jahren relativ niedrig. Von den 8 Personen, die bei der 1. Infektion hospitalisiert wurden, mussten 4 erneut im Krankenhaus behandelt werden.

Nur 1 Patientin, eine 72 Jahre alte Frau, starb nach der 2. Infektion. Die Todesursache wurde mit „akutem Gefäßverschluss einer Extremität mit Rhabdomyolyse“ angegeben, was laut Pilz nicht auf einen kausalen Zusammenhang mit COVID-19 hindeutet. © rme/aerzteblatt.de

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