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Labore begrüßen Anpassung der Testverordnung

Dienstag, 16. Februar 2021

/picture alliance, Sputnik

Berlin – Die Labore in Deutschland bewerten die Änderungen, dass binnen Wochenfrist alle Menschen mit typischen Sympto­men wieder im PCR-Verfahren auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden können, positiv. Eine entsprechende Anpassung der Coronavirus-Testverordnung hatte Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt.

Als „wichtiges Signal für verlässliche Testergebnisse und ein funktionierendes Meldesystem“ bezeichnete heute der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski, das Vorha­ben. „Bei zunehmenden Coronavirusmutationen mit einer deutlich höheren Ansteckungsgefahr stärkt die Wiederherstellung des vollwertigen Testanspruchs für Personen mit auffälligen Symptomen die Infekti­ons­bekämpfung“, so Bobrowski.

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Begründet würden die Pläne damit, dass die medizinischen Labore wieder über ausreichend Testkapa­zi­tä­ten verfügten. Die Testengpässe seien aber ohnehin „zu allen Zeitpunkten regional begrenzt geblie­ben“, betonte Bobrowski rückblickend.

Für die Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) besteht „kein Zweifel“ daran, dass die fachärztlichen Labore für die breite und anlassbezogene Testung entsprechend der Nationalen Teststrategie ausrei­chend PCR-Testkapazitäten zur Verfügung haben. „In dieser Woche stehen abermals rund 1,9 Millionen Tests hierfür bereit“, erklärte heute Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM.

Wie die ALM-Datenauswertung zeigt, sank die Inanspruchnahme der SARS-CoV-2-PCR-Testungen erneut: Um fünf Prozent von 948.114 (KW 5) auf 902.494 (KW 6). Zugleich stellte sich die Rate positiver SARS-CoV2-PCR-Befunde als weiter rückläufig dar. In der KW 6 lag diese mit 6,8 Prozent niedriger als in der Vorwoche (7,9 Prozent). Insgesamt fielen bei den teilnehmenden 171 Laboren aus dem ambulanten und stationären Bereich 61.270 Tests positiv aus (Vorwoche: 75.094).

Man sehe hier, entsprechend dem Infektionsgeschehen, durchaus einen positiven Trend, erklärte Müller. „Allerdings sollten wir gerade in dieser ermutigenden Phase der Pandemieeindämmung die parallele Ausbreitung der Mutationen im Blick behalten“, so Müller.

Nach wie vor sei es für die Nachuntersuchung Infizierter auf das Vorliegen der leichter übertragbaren Varianten B.1.1.7 und B.1.351 wichtig, entsprechend den RKI-Testkriterien mittels PCR breit und niedri­gschwellig zu testen.

„Dazu ist es dringend erforderlich, bei Verdachtsfällen, Kontaktpersonen und insbesondere bei Sympto­men unabhängig vom Schweregrad, einen Abstrich für die SARS-CoV-2-PCR-Diagnostik zu nehmen. Nur dann ist eine Nachtestung auf das Vorliegen von Varianten möglich.“ © aha/aerzteblatt.de

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