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Ausland

Seoul meldet nordkoreanischen Hackerangriff auf Pfizer

Dienstag, 16. Februar 2021

/Tomasz Zajda, stock.adobe.com

Seoul – Hacker aus Nordkorea heben nach südkoreanischen Angaben einen Cyberangriff auf das US-Pharmaunternehmen Pfizer verübt. Sie hätten versucht, Informationen über den Impfstoff und Behand­lungs­methoden gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zu erbeuten, sagte der Abgeordnete Ha Tae Keung heute zu Reportern.

Er berief sich auf Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes. Die Pfizer-Niederlassung in Südkorea reagierte zunächst nicht zu dem Vorfall.

Der US-Pharmariese Pfizer hat zusammen mit dem Mainzer Unternehmen Biontech einen Coronaimpf­stoff entwickelt, der seit Ende 2020 in der EU zugelassen ist. Der Impfstoff wird weltweit eingesetzt, auch in Deutschland. Derzeit gibt es noch zu wenig Impfstoff, weil die Produktionskapazitäten nicht ausreichen.

Im Dezember hatten Hacker bei einem Cyberangriff auf die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) auf Dokumente zum Impfstoff von Pfizer/Biontech und dem Vakzin des US-Herstellers Moderna zugegriffen.

Nordkorea hat tausende Hacker im Einsatz, um sich in Institutionen, Unternehmen und bei Wissenschaft­lern in Südkorea und weltweit einzuhacken. Sie sollen beauftragt sein, angesichts der gegen das Land verhängten Sanktionen neue Einkünfte zu erschließen.

Nordkorea hatte Ende Januar 2020 seine Grenzen geschlossen, um sich gegen das neuartige Coronavirus zu schützen. Nach Angaben Pjöngjangs gibt es in dem Land keine Coronainfektionen. Experten zweifeln dies aber an, weil das Virus sich zuerst in China ausgebreitet hatte, das seinen strikt abgeschotteten Nachbarn mit Handelsgütern und Hilfslieferungen versorgt. © afp/aerzteblatt.de

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