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Britische Coronavariante in Hamm: Vier Häuser unter Quarantäne

Dienstag, 16. Februar 2021

Zwei Einsatzkräfte der Polizei stehen vor einem Wohngebäude und tragen Schutzanzüge. Der Nachweis der britischen Mutation des Coronavirus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. /picture alliance, Bernd Thissen

Hamm – Nach dem Nachweis der britischen Variante des Coronavirus bei einem Bauarbeiter stehen vier Wohnhäuser in Hamm mit bis 80 Bewohnern unter Quarantäne. Nach Angaben der Stadt war gestern ein Montagearbeiter positiv auf die britische Variante B.1.1.7 getestet worden und befindet sich mit seiner Ehefrau und einer weiteren Familie seitdem in häuslicher Isolation.

Die insgesamt vier Mehrfamilienhäuser an vier verschiedenen Standorten der Stadt sind vorerst abgerie­gelt. Vier mobile Testteams waren mit Unterstützung zahlreicher Polizisten auch heute unter­wegs, um möglichst bei allen infrage kommenden Bewohnern und Kontaktpersonen PCR-Testungen vorzunehmen, die dann auf die britische Variante untersucht werden sollen.

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Einsatzleiter Detlef Burrichter berichtete, gestern seien bis zur Nacht bereits 78 PCR-Tests durchgeführt worden. Per Sequenzierung werde nun untersucht, ob weitere Fälle der englischen Virusvariante nachge­wiesen werden können. „Bisher haben wir noch keine Ergebnisse, weil das Analyseverfahren länger dau­ert“, sagte der Hammer Stadtsprecher heute.

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es notwendig sein, bis zu 140 Menschen in den vier betreffenden Wohnhäusern im Hammer Westen sowie in Bockum-Hövel zu testen. Auch der Arbeitsschutz der Bezirks­regierung Arnsberg unterstützt die Stadt bei den Testungen. In weißen Schutzanzügen gekleidete Poli­zei­­beamte überwachten die Einhaltung der Quarantäne und kontrollierten auch außerhalb der Gebäude die Personalien möglicher Anwohner.

Der bereits an COVID-19 erkrankte Montagearbeiter und dessen Ehefrau sowie eine weitere ebenfalls erkrankte Familie im selben Wohnhaus seien in unterschiedlichen Wohnungen bereits isoliert worden, sagte Burrichter.

Man gehe davon aus, dass der positiv getestete Arbeiter „mit sehr großer Wahrschein­lichkeit“ auch Kon­takte zu Kollegen hatte, die in den anderen Hammer Immobilien wohnen. „Wir wollen alle Bewohner in den vier Häusern testen“, sagte Burrichter.

Zur Gefahrenabwehr war gestern ein Krisenstab unter Leitung von Hamms Oberbürgermeister Marc Her­ter gebildet worden. „Wir haben unverzüglich geeignete Maßnahmen beschlossen“, sagte Herter.

„Die bri­tische Mutante des Coronavirus ist hochansteckend. Um die Ausbreitung zu verhindern, waren diese Maßnahmen das Gebot der Stunde. Das ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger geschehen, ebenso aber auch im Interesse der Betroffenen selbst.“ © dpa/aerzteblatt.de

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