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Politik

Debatte um Akzeptanzprobleme von Astraze­neca-Impfstoff

Mittwoch, 17. Februar 2021

/alex.pin, stock.adobe.com

Berlin – Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astra­ze­neca gegen SARS-CoV-2 hat derzeit Akzeptanzprobleme. Aus mehreren Bun­des­ländern gibt es Berichte über eine geringere Be­reit­schaft zu Impfungen mit dem Vakzin. Das sorgt für eine rege Debatte und vehemen­te Appelle.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) warb heute eindringlich dafür, den Astrazeneca-Impfstoff anzunehmen. „Wenn ein Impfstoff zugelassen wird, dann ist er sicher und wirksam“, sagte Spahn heute vor Journalisten in Berlin. Alle drei bisher zugelassenen Impfstoffe schützten.

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Es sei ein „Gebot der Vernunft“, sich impfen zu lassen, erklärte der Minister. Wer warte, riskiere es, selbst schwer zu er­kranken. Die Impfung sei freiwillig, er appelliere aber daran, das Impfangebot anzunehmen, wenn man es erhalte. Das gelte vor allen für diejenigen, die „qua Beruf“ mit dem Virus in Kontakt kämen. Ärzte und Pflegekräfte seien „privilegiert“ bei den Impfungen und bekämen früher als andere wirksame Impf­stoffe angeboten, so Spahn.

Der Ge­sund­heits­mi­nis­ter versicherte, wenn er ein Impfangebot bekomme, würde er sich selbst mit dem Astrazeneca-Produkt impfen lassen. Die Gesellschaft müsse aufpassen, dass nicht ein „wirklich wirksa­mes Instrument“ infrage gestellt werde.

Spahn betonte zugleich, es bleibe kein Impfstoff liegen. „Wenn Leute, die ihn angeboten bekommen, ihn nicht nehmen, werden wir ihn eben dem nächsten anbieten.“ Es werde sehr viele Bürger geben, die sich über einen sicheren und wirksamen Impfschutz freuten – auch hinreichend viele Pflegekräfte und Ärzte.

Laut Spahn wurden bislang knapp 740.000 Dosen des Astrazeneca-Produkts ausgeliefert, von denen knapp 90.000 verimpft wurden. Er begründete diese Differenz aber auch damit, dass die Bundesländer nicht alle zur gleichen Zeit mit den Impfungen begonnen hätten. In einigen Ländern sei es durch die Wetter­bedingungen zu Verzögerungen gekommen.

Der Astrazeneca-Impfstoff wird in Deutschland wegen fehlender Daten zur Wirksamkeit bislang nur für Menschen unter 65 Jahren empfohlen. Spahn sagte dazu, die älteren Menschen sollten deshalb vorran­gig mit den beiden anderen zugelassenen Präparaten der Hersteller Moderna und Biontech/Pfizer ge­impft werden.

In Bezug auf Impfreaktionen erklärte Spahn, man nehme man alle Meldungen ernst. Grundsätzlich gelte es aber erwartbare Impf­reaktionen, die meistens nach 24 bis 48 Stunden abgeklungen seien, von den tatsächlichen Nebenwirkungen zu trennen. Für die drei zugelassenen Impfstoffe zeige die derzeitige Datenlage, dass man von nicht erwarteten Nebenwirkungen derzeit „so gut wie keine“ sehe.

Drosten: Keine grundsätzlichen Bedenken

Auch der Virologe Christian Drosten hält grundsätzliche Bedenken gegen den Astrazeneca-Impfstoff für unbegründet und ist für einen breiten Einsatz des Präparats. Er sehe keine Veranlassung, das Vakzin aus schwedisch-britischer Produktion in Deutschland nicht zu spritzen, sagte der Charité-Virologe im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. Wenn er sich die öffentliche Diskussion um diesen Impfstoff an­schaue, habe er den Eindruck, dass vieles falsch verstanden worden sei.

Der Impfstoff von Astrazeneca hat eine geringere Wirksamkeit als die beiden anderen in Deutschland zu­gelassenen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass das Astraze­ne­ca-Präparat bei einer zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schwe­ren Verläufen von COVID-19 schützt. Drosten sieht bei der Studie jedoch einige Einschränkungen.

Zudem hält er für Deutschland insbesondere die Variante aus Großbritannien (B.1.1.7) für relevant, wie er erläuterte. Deren Anteil wachse hierzulande, ebenso wie in anderen Ländern. B.1.1.7 bedeute aber laut einer Studie keinen Nachteil für die Schutzwirkung des Astrazeneca-Impfstoffs, so Drosten.

Impfbereitschaft teils niedrig

Im Zusammenhang mit der niedrigeren Wirksamkeit gibt es aus mehreren Bundesländern Berichte über eine geringere Bereitschaft zur Impfung mit dem Vakzin. So kritisierte die saarländische Gesundheits­mi­nisterin Monika Bachmann, dass am Wochenende bei einer „Sonderimpfung im medizinischen“ Bereich 54 Prozent von 200 zur Impfung angemeldeten Personen nicht erschienen seien, ohne den Termin abzu­sagen.

Auch in Nordrhein-Westfalen und Berlin stößt das Vakzin auf Akzeptanzprobleme. Das nordrhein-west­fälische Ge­sund­heits­mi­nis­terium berichtete gestern, es habe einzelne Hinweise erhalten, dass die Impf­bereitschaft mit Blick auf Astrazeneca bislang tendenziell verhalten ist. Das Ministerium betrachte dies mit Sorge.

„Der zugelassene Impfstoff von Astrazeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse. Der Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit und eine gute Verträglichkeit, um schwere Erkrankungen mit SARS-CoV 2 zu verhin­dern“, betonte ein Ministeriumssprecher aus NRW. Die Impfverordnung des Bundes sehe derzeit vor, dass allen Menschen unter 65 Jahren, denen aufgrund der Priorisierung ein Impfangebot gemacht werde, dieser Impfstoff angeboten werden solle.

Aufgrund der derzeit begrenzten Impfmengen bestehe zurzeit leider noch nicht die Möglichkeit, sich den Impfstoff auszusuchen, betonte das Ministerium. Grundsätzlich stehe es aber jedem frei, auf einen even­tu­ell zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Impfstoff zu warten. „Wann dies der Fall sein wird, kann derzeit nicht gesagt werden“, betonte der Sprecher.

Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium empfiehlt aktuell, wegen möglicher Personalausfälle die Mitarbeiter der Rettungsdienste in kleinen Gruppen nach und nach gegen Corona zu impfen. „Im Rahmen der fachlichen Beurteilung vor Ort sollte geprüft werden, wie die Belegschaft einer Einrichtung zeitlich gestaffelt sinn­voll geimpft wird, um größere Personalausfälle zu verhindern“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nach dem Abklingen der Symptome könnten anschließend weitere Teile der Belegschaft geimpft werden.

Mitarbeiter der Rettungsdienste sowie weitere Angestellte und Ärzte der höchsten Priorisierungsstufe im Alter unter 65 Jahren werden seit einigen Tagen in den Impfzentren mit dem Impfstoff von Astrazeneca ge­impft. „Grundsätzlich sind die auftretenden Nebenwirkungen bekannt und ein Zeichen für die gewün­schte Gegenreaktion des Körpers“, erläuterte die Ministeriumssprecherin. Sie entsprächen als relativ häu­fig vorkommende, aber mild verlaufende und schnell vorübergehende Symptome den Hinweisen in der Fachinformation.

Stufenweise impfen

In Dortmund hatten sich nach der Impfung von Feuerwehrleuten am Donnerstag rund 25 Prozent krank gemeldet, wie eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage erklärte. „Es sind wohl bei einigen Feuerwehrleuten Nebenwirkungen aufgetreten.“ Darauf sei man aber wegen möglicher Impfreaktionen und auch aufgrund der Erfahrungen in anderen Kommunen eingestellt gewesen. Die Feuerwehr sei weiter einsatzfähig ge­wesen.

Auch die Stadt Düsseldorf hat nach dem Bericht der Rheinischen Post bereits reagiert: „Durch ein ab­ge­stimmtes Terminmanagement wird sichergestellt, dass die Mitarbeitenden der einzelnen Standorte über mehrere Tage verteilt ihre Impfung erhalten und dadurch die Einsatzfähigkeit des Rettungsdienstes der Landeshauptstadt nicht beeinträchtigt ist“, sagte ein Stadtsprecher der Zeitung.

Nach Klagen von Klinikangestellten über Nebenwirkungen waren in Niedersachsen Impfungen mit dem Coronaimpfstoff von Astrazeneca an zwei Orten gestoppt worden. Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig teilte gestern auf Anfrage mit, geplante Impfungen mit diesem Präparat zu verschieben.

In der Braunschweiger Klinik waren von 88 Beschäftigten, die am vergangenen Donnerstag geimpft wor­den waren, 37 wegen „Impfreaktionen“ vorübergehend nicht zur Arbeit angetreten. Die weiteren Impfun­gen würden nun ausgesetzt – auch, um den Betrieb nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin. Zunächst hatte die Braunschweiger Zeitung berichtet.

Am Klinikum Emden galt zwischenzeitlich eben­falls ein Stopp für Impfungen mit dem Astrazeneca-Mit­tel. Gestern Abend gab der Landkreis Leer dafür aber wieder grünes Licht. Auch am Kli­nikum Emden meldeten sich Beschäftigte nach Impfungen krank.

Der Leiter des Krisenstabs des Landes Niedersachsen, Heiger Scholz, zeigte sich gestern überrascht an­ge­sichts des vermehrten Auftretens von Nebenwirkungen. Ein Chargenproblem sei nicht auszuschließen. Niemand habe aber mit Komplikationen in eine Klinik gemusst, sagte Scholz. Letztlich seien die erwart­baren Nebenwirkungen ein positives Zeichen – man sehe, dass der Impfstoff wirke.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut wurde informiert. Eine Einschät­zung zu den konkreten Fällen sei derzeit noch nicht möglich, sagte eine Sprecherin des Instituts der Braunschweiger Zeitung.

Aktuell werde untersucht, ob die Reaktionen über das hinausgingen, was in den klinischen Prüfungen beobachtet wurde. Der Hersteller sieht keinen Grund zu Sorge. „Derzeit sind die gemeldeten Reaktionen so, wie wir sie aufgrund der Erkenntnisse aus unserem klinischen Studienprogramm erwarten würden“, teilte Astrazeneca auf Anfrage mit.

Zu einem Ladenhüter soll das Vakzin von Astrazeneca auch in Berlin geworden sein. Wie rbb24 berichtet, sollen von den mehr als 30.000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca, die in Berlin verfügbar sind, bis­her lediglich 900 Dosen verimpft worden sein. Es würden in Berlin bislang nur rund 150 Dosen von As­tra­zeneca am Tag verimpft. hieß es.

Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit sieht in der Pandemie bisher keine spürbare Ablehnung. Die Vergabe laufe aber etwas langsamer an, sagte Sprecher Moritz Quiske. In den Krankenhäusern werde das Personal geimpft. Da die Nebenwirkungen bekanntermaßen etwas stärker seien, werde meist etap­pen­weise gespritzt, um dem Personal einen Tag Erholung zu gönnen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterstrich die Wirksamkeit aller drei zugelassenen Impfstoffe in Deutschland.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sprach sich wegen der geringeren Wirk­samkeit in der Rheinischen Post gegen eine Astrazeneca-Impfung bei medizinischem Personal aus – die Probleme ließen sich nicht „wegdiskutieren“.

Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, sagte hingegen: Es gebe aufgrund derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis keinen Grund zu der Annahme, dass der Impfstoff von Astrazeneca eine relevant schlechtere Wirksamkeit habe als die anderen derzeit zugelassenen Impfstoffe. „Die Wirksam­keit von Astrazeneca wurde aus statistischen Gründen nur in Bezug auf die Verhinderung einer Erkran­kung berechnet, hier beträgt die gemessene Wirkung etwa 70 Prozent“, so Gitter.

Die Nebenwirkungen seien bei allen drei Impfstoffen vergleichbar, meistens bei den Jüngeren stärker als bei den Älteren und oft nach der zweiten Impfung deutlicher. „Sie sind harmlos und gehen von selbst zurück“, erklärte Gitter.

Der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (Virchowbund), Dirk Heinrich, warnte davor, das Vakzin von Astrazeneca schlecht zu reden. „Der Impfstoff von AstraZeneca ist wie die anderen derzeit zugelassenen Impfstoffe von Moderna und Biontech ein elementarer Baustein zum Weg aus der Pandemie“, sagte er.

Wer aus Gründen des Populismus und der Selbstdarstellung den Impfstoff schlechtrede, indem er die Wirksamkeit anzweifele und medizinischem Personal von einer Impfung abrate, mache sich mitschuldig daran, wenn der Lockdown länger dauere als nötig und gerade die älteren Menschen weiter an COVID-19 sterben würden.

Keine Auswahl

Drosten sagte: „Wir müssen alles dransetzen, jetzt so schnell wie möglich in der Breite zu im­pfen.“ Die verfügbaren Impfstoffe seien extrem gut gegenüber dem, was man erwarten konnte. „Es gibt immer irgendwo ein Haar in der Suppe, und manche schauen da mit dem Vergrößerungsglas drauf.“

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der Rheinischen Post: „Alle Impfstoffe haben ein reguläres Zulassungsverfahren durchlaufen und sind hochwirksam.“ Für die nächs­ten Monate bleibe absehbar, dass nicht ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stünden. „Deshalb muss priorisiert werden. Solange das so ist, kann es keine Wahlmöglichkeiten geben.“

Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­ter Klaus Holetschek (CSU) hat eine Wahlmöglichkeit für Bürger beim Corona­impfstoff ebenfalls abgelehnt. Die drei verfügbaren Impfstoffe seien regulär zugelassen und wissen­schaft­lich geprüft, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der Bayern-2-Radiowelt. Das gelte auch für den Impfstoff von Astrazeneca.

Es herrsche ein Mangel an Impfstoff, der Impfstoff von Astrazeneca schütze vor schwe­ren Verläufen einer Erkrankung. „Astrazeneca ist ein guter und sicherer Impfstoff“, sagte Holetschek. „Wir haben jetzt einfach noch zu wenig Impfstoff. Wir hoffen, dass es mehr wird. Aber jetzt geht es um die Einschätzung der Situ­ation im Moment. Und da stehen die drei zur Verfügung, und da ist es eben kein Wunschkonzert“, be­tonte der Minister. © dpa/afp/may/aerzteblatt.de

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Avatar #873695
Yomm
am Sonntag, 28. Februar 2021, 12:32

Wie und wann?

@Alex42 Ich möchte mich nicht mit Astrazeneca impfen lassen (Alter 57). Leider ist mir aber völlig unklar, wann und wie ich erfahre, welchen Impfstoff ich erhalten würde. Eventuell erst, wenn ich dem Impfarzt im Impfzentrum gegenüber sitze? Natürlich würde ich den Termin bei Verwendung von Astrazeneca rechtzeitig absagen. Aber ist das überhaupt möglich? Diese Unklarheit geht soweit, dass ich das heute bereits per Email erhaltene Angebot einen Impftermin zu vereinbaren (Bayern), bisher nicht wahr genommen habe. Vermutlich liegt der ohnehin irgendwann in der Zukunft.
Avatar #872446
Alex42
am Freitag, 19. Februar 2021, 22:21

Schade

Nach meinem Verständnis der Testergebnisse ist der Impfstoff immernoch wirksamer als der aktuelle Grippeimpfstoff, wenn auch nicht so wirksam wie die wirklich sehr guten Impfstoffe von Pfizer und Moderna.

Ist ja nicht schlimm wenn man lieber in ein Gourmetrestaurant als McDonalds will, aber alle Plätze auszubuchen während andere draußen im Schnee warten und dann nicht aufzutauchen ist wirklich unglaublich asozial. Meldet euch doch wenigstens ab, und lasst nicht die Kollegen die ihr Wochenende opfern umsonst da stehen und warten. Andere nehmen eure Plätze gerne. Und wenn die Damen und Herrn in der ersten Reihe lieber warten wollen, dann gebt den AstraZeneca Impfstoff endlich an die Hausärzte zum Verimpfen. Ich kenne jede Menge bislang nicht so Glückliche, zum Beispiel in der ambulanten Altenpflege, die sich freuen würden wenn sie die Menschen mit denen sie arbeiten nicht mehr jeden Tag einem Risiko aussetzen müssen. Da würden keine Plätze leer bleiben.
Avatar #88255
doc.nemo
am Donnerstag, 18. Februar 2021, 13:24

Bevor man AZ-Impfstoffe vor lauter Panik wegwirft...

...kann man mir ein paar Dosen davon geben, ich impfe mich dann selbst, auch mehrmals, Familie inklusive, alle <65 und ohne besondere Risikofaktoren. Das Bißchen an NW nehme ich gerne in Kauf, egal, ob vom Impfvirus oder den Adjuvantien verursacht.
Avatar #114602
Brech
am Donnerstag, 18. Februar 2021, 07:40

Nebenwirkungen

Ich habe Verständnis für die, die sich mir diesem Impfstoff nicht imofen lassen. Es hat auch in unserem Krankenhaus zu massiven Ausfällen geführt wegen Nebenwirkungen, die ich auch nicht haben möchte.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 17. Februar 2021, 20:10

Wirksamkeit der AstraZeneca-Vakzine?

Ausgerechnet eine Debatte um die Wirksamkeit von AstraZeneca-Impfstoffen gegen SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen wird vom Zaun gebrochen. Der bekannte Virologe Prof. Dr. med. Christian Drosten, kein anerkannter infektionsepidemiologischer Impfexperte, wirbt undifferenziert für die Anti-Corona-Vakzine von AstraZeneca.

Nach Verlautbarungen des Charité-Virologen sind die verfügbaren Impfstoffe in Deutschland "extrem gut gegenüber dem, was man erwarten konnte": Gerade so, als wäre eine Null-Hypothesen-Erwartung aktueller Ausgangspunkt? Er hält grundsätzliche Bedenken gegen den Astrazeneca-Impfstoff für unbegründet und ist für einen breiten Einsatz des Präparats. Er sehe keine Veranlassung, das Vakzin aus schwedisch-britischer Produktion in Deutschland nicht zu verabreichen, sagte der Charité-Virologe im Podcast "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info. Wenn er sich die öffentliche Diskussion um diesen Impfstoff anschaue, habe er den Eindruck, dass vieles falsch verstanden worden sei.

Der Impfstoff von Astrazeneca hat eine geringere Wirksamkeit als die beiden anderen in Deutschland zugelassenen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass das Astrazeneca-Präparat bei einer zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schweren Verläufen von COVID-19 schützt. Drosten sieht bei der Studie jedoch einige Einschränkungen (nach pak/dpa).

Zwei bedenkliche Fehlentwicklungen
1. Der vermehrte Einsatz von Impfdosen ausgerechnet vom britisch-schwedischen AstraZeneca Konzern gleicht einem Pýrrhussieg. Die schlampig gemachte Studie der University of Oxford und von AstraZeneca als Zulassungsstudie offenbart den bisher schlechtesten Wirkungsgrad der Schutzimpfung von nur 59,5%...

Einzelheiten mit Abbildungen auf meinem DocCheckBlog
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/31768-prof-drosten-wirksamkeit-der-astrazeneca-vakzine

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #13
blatt
am Mittwoch, 17. Februar 2021, 17:05

Schützen

Alle bislang zugelassenen Impfstoffe wirken erstaunlich gut Sie schützen zuverlässig vor einem Covid-19-bedingten Tod - und zwar zu 100 Prozent: Unter den Geimpften traten eine gewisse Zeit nach der zweiten Impfung keine Todesfälle auf, wohl aber bei den Ungeimpften. Damit ist das wesentlichste Ziel der Covid-19-Impfstoffe erreicht.
Avatar #662466
Goero58
am Mittwoch, 17. Februar 2021, 16:41

Astrazeneca Impfstoff

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sprach sich wegen der geringeren Wirk­samkeit in der Rheinischen Post gegen eine Astrazeneca-Impfung bei medizinischem Personal aus – die Probleme ließen sich nicht „wegdiskutieren“.
Da hat er recht !
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