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Pflegeversicherung erzielt Plus von 1,5 Milliarden Euro

Donnerstag, 18. Februar 2021

/andyller, stockadobecom

Berlin – Die Coronapandemie hat der Pflegeversicherung im vergangenen Jahr Mehrausgaben von ins­gesamt 2,7 Milliarden Euro gebracht, wie der GKV-Spitzenverband heute mitteilte. Davon entfielen auf den Rettungsschirm für Heime und Pflegedienste 1,8 Milliarden Euro, die Coronaprämie schlug mit 900 Millionen Milliarden Euro zu Buche. Insgesamt erzielte die Pflegeversicherung 2020 aber ein Plus von 1,5 Milliarden.

Denn den Mehrausgaben standen den Angaben zufolge auch Minderausgaben in Höhe von insgesamt 300 Millionen Euro gegenüber, vor allem in der Tages- und Nachtpflege und der Kurzzeitpflege. Die Ein­nahmen der Pflegeversicherung beliefen sich auf 50,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben stiegen um 4,9 Mil­liarden Euro auf 49,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 12,1 Prozent.

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„In diesem Jahr wird der angekündigte Coronabundeszuschuss der Pflegeversicherung sehr bei der Be­wäl­tigung der aktuellen Coronamehrkosten helfen“, sagte der Vizechef des GKV-Verbandes, Gernot Kiefer. Wenn der Bundeszuschuss tatsächlich in ausreichender Höhe komme, könne die Pflegeversicherung voraussichtlich mit einer schwarzen Null abschließen.

Nötig seien eine Entlastung für die Pflegeheimbewohner, stabile Beiträge für die Beitragszahler und eine bessere Vergütung für die Pflegekräfte, fügte Kiefer hinzu. „Ohne einen verlässlichen, dauerhaften Bun­deszuschuss ist das nicht zu erreichen.“ Zuletzt hatte der Bund angekündigt, für 2021 drei Milliarden Euro als Zuschuss zu zahlen.

Die Eigenanteile der Pflegeheimbewohner hätten mit derzeit 2.068 Euro im Bundesdurchschnitt eine Höhe erreicht, die sozialpolitisch nicht mehr zu verantworten ist. Um das zu ändern, könnten und sollten die Bundesländer rasch handeln und die Finanzierung von Instandsetzung und Modernisierung der Pflegeheime übernehmen. © afp/aerzteblatt.de

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