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Pakistanische Ärzte kritisieren Coronaimpfungen gegen Bezahlung

Freitag, 19. Februar 2021

/picture alliance, Muhammad Sajjad

Islamabad – In Pakistan hat der nationale Ärzteverband (PMA) den Plan kommerzieller Coronaimpfungen kritisiert. „Die Regierung könnte diese Entscheidung getroffen haben, um Impfungen zu beschleunigen“, sagte PMA-Vertreter Ashraf Nizami heute. „Die Idee, den privaten Sektor in die Impfung einzubeziehen, ist jedoch in vielerlei Hinsicht fehlerhaft, auch in ethischer“.

Die Regierung hatte privaten Unternehmen jüngst erlaubt, Impfstoffe zu importieren und gegen Bezah­lung zu impfen. Dies stieß in dem südasiatischen Land jedoch auf Kritik. Impfungen gegen Geld könnten zum Luxusgut werden, so der Vorwurf.

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In Pakistan leben nach einer aktuellen Schätzung aus dem Finanzminis­terium etwa 40 Prozent der 220 Millionen Landesbewohner unter der Armutsgrenze. Besonders durch die Coronapandemie sei die Armut in dem Land gestiegen.

Ein Labor in der Hauptstadt Islamabad hat nach Informationen aus dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium bereits Impfdosen des russischen Coronaimpfstoffs Sputnik V bestellt. Dieser ist einer von vier Impfstoffen mit Notfallzulassung, neben denen der chinesischen Firmen Sinopharm und CanSino sowie des Vakzins von Astrazeneca.

Im Rahmen der weltweiten Impfstoffinitiative Covax soll Pakistan Anfang März zwei Millionen Impfdosen von Astrazeneca erhalten. Bereits Anfang Februar hatte Pakistan eine halbe Million Impfdosen von Sinopharm als Spende aus China erhalten.

Bislang wurden annähernd 558.000 Infektionen und mehr als 12.500 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus nachgewiesen. Vermutet wird, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist. © dpa/aerzteblatt.de

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