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Biontech-Chef weist Berichte über überzogene Preisforderungen zurück

Montag, 22. Februar 2021

/picture alliance, Andreas Arnold

Berlin – Der Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech, Ugur Sahin, hat Berichte über über­zo­gene Preisforderungen für den gemeinsam mit dem US-Hersteller entwickelten Coronaimpfstoff gegen SARS-CoV-2 zurückgewiesen.

Im Juli sei für alle Industriestaaten mit entsprechend großen Bestellmengen ein Preismodell berechnet worden, sagte Sahin der Bild-Zeitung. „Die Preise lagen je nach Bestellmenge zwischen 30 und 15 Euro“, fügte er hinzu. Am 22. Juli haben wir den USA-Vertrag auf Basis der neuen Parameter unterschrieben, aus dem die 19,50 Dollar ersichtlich waren. Dieses Preismodell haben dann alle Industriestaaten erhalten.

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NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung hatten berichtet, dass Pfizer und Biontech im Juni für den von ihnen entwickelten Coronaimpfstoff von der EU 54,08 Euro pro Dosis verlangt hatten. Erst im November einig­ten sich beide Seiten den Recherchen zufolge auf 15,50 Euro pro Dosis.

Bei der Preisfindung habe es eine große „Reihe von Unbekannten“ gegeben, sagte Sahin. Der Impfstoff sei anfangs nur in kleinen Mengen Dosen für die klinischen Studien hergestellt worden. Für 2.000 Dosen seien damals Kosten von 1,5 Millionen Euro angefallen, sagte der Biontech-Gründer.

„Die Infrastruktur für die Massenproduktion gab es nicht. Wir wussten zum damaligen Zeitpunkt schlicht noch nicht, wie sich die Produktion genau skalieren lässt, was genau die Studien bezüglich der mRNA-Dosierung ergeben und wie die Produktionsabläufe und Kosten genau sein werden.“

Eine eigene „große Produktion wie das Marburger Werk war auch nicht in Sicht“, fügte Sahin hinzu. „Als wir wussten, wie wir Kosten senken und die Skalierung aufbauen können, haben wir in kürzester Zeit – keine drei Wochen später – ein neues Angebot zusammen mit Pfizer erstellt.“

Der neuartige mRNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer war am 21. Dezember in der EU zugelassen worden. Die EU-Kommission hatte im Herbst 300 Millionen Dosen des Präparats bestellt. Im Februar sicherte sich die EU bis zu 300 Millionen weitere Impfdosen. © afp/aerzteblatt.de

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