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Ärztlicher Bereitschaftsdienst rückt ins Bewusstsein

Dienstag, 23. Februar 2021

/picture alliance, Sebastian Gollnow

Hannover – Patienten wenden sich bei Beschwerden abends und am Wochenende vermehrt an den ärztlichen Bereitschaftsdienst und weniger an die Krankenhausnotaufnahmen. Das zeigt der Vergleich zweier Umfragen des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH).

Die Umfragen stammen aus den Jahren 2019 und 2021. Die Meinungsforscher befragten dazu 1.005 sowie 1.003 Personen zwischen 18 und 70 Jahren.

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Demnach würde mittlerweile weniger als jeder Vierte die Notaufnahme im Krankenhaus aufsuchen, wenn er bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen Hilfe benötigt.

Fast jeder Zweite würde sich stattdessen an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. 2019 ging hin­gegen noch jeder Dritte lieber in eine Notfallambulanz, während nur 29 Prozent den Patienten­service kontaktierten.

Ein Grund dafür ist laut der Krankenkasse, dass der Bereitschaftsdienst durch die Coronapandemie deut­lich bekannter geworden ist. Mittlerweile hätten 88 Prozent der Deutschen schon einmal davon gehört oder gelesen, und fast jeder Dritte könne die Nummer 116117 korrekt angeben. Zwei Jahre zuvor sei nur rund jeder Siebte dazu in der Lage gewesen.

In Pandemiezeiten geht laut der Umfrage nur noch jeder Zehnte in die Notaufnahme, weil er dort sofort Hilfe erhält, ohne vorher einen Arzttermin vereinbaren zu müssen. 2019 argumentierte so noch ein Viertel der Befragten.

„Wer die Notaufnahme mit Bagatellbeschwerden aufsucht und so die Wartezeit auf einen Arzttermin um­gehen will, erschwert die Versorgung echter Notfälle erheblich“, hieß es aus der KKH. Die Bundesregie­rung wolle daher die Notfallversorgung reformieren.

Dazu sollten neue gebündelte Leitstellen und zentrale Anlaufstellen in Kliniken die Patienten in den jeweils geeigneten Versorgungs­bereich verweisen. „Wie lange die Reform noch auf Eis liegt, hängt auch vom Verlauf der Coronakrise ab“, so die KKH. © hil/aerzteblatt.de

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