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Pathologen klagen über Engpässe bei Verbrauchs­materialien

Dienstag, 23. Februar 2021

/megaflopp, stock.adobe.com

Berlin – Rund 70 Prozent der universitären Institute für Pathologie haben im Augenblick Lieferschwie­rig­­keiten bei den täglichen Verbrauchsmaterialien. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP).

„Das betrifft in kritischer Weise auch die für die prädiktive Krebsdiagnostik benö­tigten Materialien“, warnt die Fachgesellschaft. Knapp seien unter anderem Pipetten- beziehungsweise Filterspitzen ver­schie­dener Hersteller, Reagen­zien- und Isolationskits, aber auch Materialen für die molekulare Diag­nostik sowie Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel.

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Die Fachgesellschaft sieht die Ursache dafür in der Coronapandemie. „Die flächendeckende SARS-CoV-2-Testung verbraucht Ressourcen zu Lasten der Krebsdiagnostik, da der erhöhte Bedarf an Verbrauchsma­te­ria­lien von der deutschland- aber auch weltweiten Produktion bisher nicht gedeckt wird“, erklärte die DGP.

„Die Engpässe sind geeignet, die diagnostische Leistungserbringung zu verzögern und zu einer möglich­erweise verspäteten Therapie zu führen“, sagte der Vorsitzende der DGP, Gustavo Baretton vom Universi­tätsklinikum Dresden. Dies könnte einen Verlust an Lebenszeit für Patienten zur Folge haben.

Die DGP ruft die Bundesregierung dazu auf, ähnlich wie bei der nationalen Impfstrategie, rasch steuernd eingreifen. Sie hält eine nationale Logistikinitiative für erforder­lich. Die Versorgung von Krebspatienten dürfe angesichts der COVID-19-Pandemie nicht vernachlässigt werden.

Laut der DGP ist weiterer Engpass bereits in Sicht: Es stehe zu befürchten, dass es bei der laufenden Impfkampagne zu Engpässen bei Trockeneis kommen werde. Der Grund sei, dass viele Produkte der Krebsdiagnostik ebenfalls auf Trockeneis geliefert werden müssten. © hil/aerzteblatt.de

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