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Seit 2014: Mehr als 800 „vertrauliche Geburten“ bundesweit

Dienstag, 23. Februar 2021

/picture alliance, Uli Deck

Berlin – 827 Frauen haben seit 2014 ihr Kind bei einer „vertraulichen Geburt“ auf die Welt gebracht. Das geht aus Zahlen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Eine Umfrage der Zeitungen bei den Sozialministerien der Länder ergab zudem, dass die meisten „ver­trau­­li­chen Geburten“ (146) in Nordrhein-Westfalen stattfanden. In Bayern kamen demnach 77 Babys auf diesem Weg auf die Welt, in Hessen durchschnittlich zehn pro Jahr. Die wenigsten Fälle meldete das Saarland mit sechs vertraulichen Geburten.

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Bis 2014 gab es nur anonyme Geburten, etwa durch die Babyklappen, bei der Frauen ihr Kind nach der Geburt abgeben können. Diese Form der Geburten gibt es nach wie vor; sie befinden sich in einer recht­lichen Grauzone, werden aber geduldet. Auch Babyklappen werden der Umfrage zufolge weiterhin in je­dem Bundesland genutzt. Insgesamt gebe es bundesweit etwa 86. Eine Meldepflicht besteht für die Baby­klappen nicht.

Bei einer vertraulichen Geburt, die seit 2014 in Deutschland möglich ist, sollen zwei Grundsätze ge­wahrt bleiben: Zum einen soll dem Wunsch der schwangeren Frau – die sich in der Regel in einer Not­situ­ation befindet – nach Anonymität nachgekommen werden, zum anderen soll das Recht des Neuge­borenen auf Kenntnis nach seiner Herkunft berücksichtigt werden.

Die Schwangere kann sich an ein entsprechendes Hilfetelefon oder direkt an eine Schwangerenbera­tungsstelle wenden. Dort wird alles Notwendige geregelt: Die Frau wird medizinisch betreut und hinter­lässt im Krankenhaus einen Herkunftsnachweis, den das Kind einsehen kann, wenn es 16 Jahre oder älter ist. © kna/aerzteblatt.de

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