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Ausland

Verwirrung über mögliche neue Lieferengpässe bei Astrazeneca

Mittwoch, 24. Februar 2021

/picture alliance, Lafargue Raphael, ABACA

Brüssel/London – Beim Coronaimpfstoffhersteller Astrazeneca drohen womöglich weitere Liefer­eng­pässe. Unternehmensvertreter hätten der Europäischen Union auch für das zweite Quartal mögliche Produktions­ausfälle in Europa angezeigt, sagte ein EU-Vertreter gestern Abend in Brüssel. Doch könnten diese Mengen theoretisch aus anderen Impfstofffabriken des Herstel­lers wettgemacht werden. Es gebe noch keinen akzeptierten Lieferplan für das Quartal.

Astrazeneca teilte auf Anfrage am Abend mit, man wolle den Vertrag für das zweite Quartal laut jüngster Prognose erfüllen. Dabei solle etwa die Hälfte der in Aussicht gestellten Dosen aus europä­ischer Produk­tion kommen. Den Rest werde das Unternehmen aus anderen Teilen der Welt zur Verfügung stellen. Wo­her der Impfstoff kommen sollte, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

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„Astrazeneca arbeitet daran, die Produktivität in seiner europäischen Lieferkette zu erhöhen und weiter­hin seine globalen Kapazitäten zu nutzen, um die die Lieferung von 180 Millionen Dosen an die EU im zweiten Quartal zu erreichen“, hieß weiter. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach der Konzern die Lieferung im zweiten Quartal auf 90 Millionen Dosen halbieren wolle.

Dies wollte jedoch auch die Kommission so nicht bestätigen. Offiziell hieß es, die Verhandlungen mit Astrazeneca über den Lieferplan liefen noch. Das Unternehmen sei dabei, den Plan „zu verfeinern und zu konsolidieren, auf Grundlage aller verfügbaren Produktionsstätten in Europa und außerhalb“. Die Kom­mis­sion erwarte „einen verbesserten Vorschlag für einen Lieferplan“.

Astrazeneca hatte bereits Ende Januar überraschend eine drastische Kürzung der Liefermenge an die EU angekündigt: Statt 80 Millionen Dosen wollte das britisch-schwedische Unternehmen wegen Produk­tions­engpässen in Europa nur 31 Millionen an die EU liefern.

Schließlich sagte die Firma 40 Millionen Dosen für die Zeit bis Ende März zu. Es sei jedoch unklar, ob diese Menge wirklich erreicht werde, hieß es aus EU-Kreisen. © dpa/aerzteblatt.de

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