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Trotz Coronaimpfungen: Altenheimbewohner oft weiter isoliert

Mittwoch, 24. Februar 2021

/picture alliance, Federico Gambarini

Bonn – Die meisten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen bleiben auch nach den Coronaimpfungen in ihrer Einrichtung weiterhin isoliert. Das gilt selbst dann, wenn beide Impfungen erfolgt sind und sie den vollen Impfschutz erreicht haben. Das ergab eine Umfrage des BIVA-Pflegeschutzbundes, die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.

Der Verband erfragte dafür die Situation in den Heimen bei knapp 7.000 Angehörigen. Rückmeldungen erhielt er von rund 1.500 Befragten. Danach hat sich bei 80 Prozent der Bewohner, die bereits vollstän­dig geimpft wurden, die Besuchssituation nicht gebessert, weil die Beschränkungen nicht aufgehoben wurden.

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Im Gegenteil: Bei zehn Prozent der Befragten wurden die Schutzmaßnahmen laut der Umfrage sogar verschärft. Lediglich rund sechs Prozent der Befragten gaben an, ihre Einrichtung habe die Besuchsrege­lungen gelockert.

Der Vorsitzende des BIVA-Pflegeschutzbundes, Manfred Stegger, sprach von einem „erschütternden Bild“, das die Umfrage zeichne. Verantwortlich seien „die Schwerfälligkeit der verantwortlichen Behörden und die Verunsicherung der Einrichtungen“, so Stegger.

Er betonte, es gehe bei den Besuchsregeln nicht um Privilegien für Geimpfte, sondern „lediglich für einen besonders betroffenen Personenkreis um die Rück­kehr zu den allgemeinen Einschränkungen, wie sie für alle gelten.“

Der BIVA-Pflegeschutzbund weist daraufhin, dass sich auch der Deutsche Ethikrat jüngst für die Aufhe­bung der Isolierung von Pflegeheimbewohnern nach Erreichen des vollen Impfschutzes ausgesprochen habe. Doch die Bundesländer hätten es bisher versäumt, die geltenden Schutzverordnungen für Heime in diesem Sinne anzupassen.

„Weiterhin leiden Tausende alte Menschen, die durch die Impfung vor Ansteckung geschützt sind, an der sozialen Isolierung durch Besuchsbeschränkungen“, hieß es aus dem Verband. © hil/aerzteblatt.de

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