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Politik

COVID-19-Register: Patienten in Kliniken im Schnitt 66 Jahre alt

Donnerstag, 25. Februar 2021

/picture alliance, Armando Franca

Mainz/Ludwigshafen – Die COVID-19-Patienten in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern sind im Durch­schnitt 66 Jahre alt und mehr als zur Hälfte (55 Prozent) Männer. Das ist ein Ergebnis der Zwischen­aus­wertung des COVID-19-Krankheits-Registers, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Mainz gestern mitteilte. In die Auswertung seien die Daten von 706 Patienten eingeflossen.

Die Patienten wurden im Mittel vier Tage nach dem Auftreten erster Krankheitssymptome ins Kranken­haus aufgenommen. Die häufigsten Symptome laut Analyse: Husten, Fieber, Kurzatmigkeit und Ermü­dung. Gut ein Viertel der Patienten muss auf die Intensivstation.

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Rund 17 Prozent der COVID-19-Patienten sterben – unabhängig von der Station – während ihres Kran­kenhausaufenthalts, meist an respiratorischem Versagen (Atemversagen). Wird eine intensiv­medizinische Behandlung notwendig, steigt die Sterblichkeit auf 36 Prozent. „Für Patienten, die eine maschinelle Be­at­mung benötigen, beträgt die Sterblichkeit mehr als 50 Prozent“, heißt es in der Mitteilung.

Mehr als zwei Drittel der stationär aufgenommenen Menschen wiesen Herz-Kreislauf- oder Hirngefäß­risikofaktoren auf. Bei einem Drittel der Erkrankten auf der Normalstation und bei mehr als zwei Dritteln auf der Intensivstation komme es zu Komplikationen wie Lungenentzündungen, Atemnot und Nieren­versagen. Der Krankheitsaufenthalt beträgt auf einer normalen Station im Durchschnitt 10 Tage, auf der Intensivstation mehr als 20 Tage, wie das Ministerium aus der Auswertung zitiert.

„Auch wenn vorwiegend ältere Patienten mit Vorerkrankungen stationär aufgenommen werden müssen, so gibt es auch bei jüngeren Patienten schwere und zum Teil tödliche Krankheitsverläufe“, stellt der Vor­stand der Stiftung für Herzinfarktforschung Ludwigshafen und Studienleiter des COVID-19-Registers, Anselm Gitt, fest. „Daher sind alle Strategien zur Vermeidung der COVID-19-Infektionen so ausgesproch­en wichtig.“

Im Januar hätten pro Tag mehr als 1.100 Patienten gleichzeitig in den Kliniken behandelt werden müs­sen, jeder Vierte auf Intensivstation. Die Krankenhäuser seien in einigen Regionen schon im Dezember an die Grenzen ihrer Versorgungskapazitäten gekommen. „Durch den konsequenten Shutdown ist es zu einem Rückgang der Neuinfektionen und damit auch zu einem deutlichen Rückgang der stati­onär zu behandelnden Patienten mit SARS-CoV-2 in Rheinland-Pfalz gekommen“, sagt Gitt. © dpa/aerzteblatt.de

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