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Ausland

Israel peilt in Coronakrise umfassende Öffnung an

Donnerstag, 25. Februar 2021

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. /picture alliance, Pool Jerusalem Post, AP, Marc Israel Sellem

Tel Aviv – Gut ein Jahr nach ersten Restriktionen will Israel die Coronakrise im April weitgehend hinter sich lassen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte nach einer Mitteilung seines Büros eine um­fassende Öffnung des Landes ab dem Monat an. Details dazu blieben allerdings zunächst offen. So ist etwa unklar, ob dies auch Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln umfassen soll.

Die Ankündigung von gestern Abend erfolgte weniger als vier Wochen vor einer Neuwahl – die vierte Abstimmung in zwei Jahren. Der 71-Jährige stellt sich am 23. März zur Wiederwahl. Er hatte bereits an­gekündigt, dass in Israel bis Ende März jedem ab 16 Jahren ein Impfangebot gemacht werden soll.

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In Israel mit seinen etwa 9,3 Millionen Einwohnern läuft derzeit eine massive Impfkampagne. Netan­ja­hus Regierung die Immunisierung von mindestens 6,2 Millionen Bürgern an. Eine Erstimpfung erhielten bislang rund 4,6 Millionen Menschen, eine Zweitimpfung mehr als 3,2 Millionen.

Parallel zur Impfkampagne blieben die Neuinfektionszahlen trotz stetem Rückgang zuletzt auf hohem Niveau. Mit Blick auf das heute Abend beginnende jüdische Karnevalsfest Purim verhängte die Regierung drei nächtliche Lockdowns bis Sonntagfrüh. Es gelten dann Ausgangs- und Besuchsbeschränkungen. Netanjahu appellierte an die Bürger, sich daran zu halten. Vor einem Jahr hatten sich viele Menschen in Israel auf Karnevalsfeiern angesteckt.

Medienberichten zufolge gab es gestern Abend in Tel Aviv bereits Zusammenkünfte mit Hunderten Teilnehmern. Bürgermeister Ron Chuldai verurteilte dies. „Wer gestern auf der Straßenparty in der Stadt gefeiert hat, missachtet die öffentliche Gesundheit und unsere Riesenbemühungen, die Pandemie zu stoppen“, schrieb er bei Twitter. Er habe die städtischen Kontrolleure angewiesen, während der Feiertage entschlossen gegen Versammlungen vorzugehen. © dpa/aerzteblatt.de

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