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Ausland

Ärzteprotest in Bolivien: Streik gegen Gesetz trotz Coronakrise

Donnerstag, 25. Februar 2021

/picture alliance, Radoslaw Czajkowski

La Paz – Inmitten der Coronakrise und eines Ärztestreiks sind Mediziner und anderes Personal im Ge­sund­­heitswesen in Bolivien gegen ein umstrittenes Gesetz auf die Straße gegangen. Wie die bolivia­ni­sche Zeitung La Razón berichtete, wurden sie bei ihrem Marsch am Regierungssitz in La Paz vorgestern Abend vom „Nationalen Komitee zur Verteidigung der Demokratie“ (Conade) unterstützt.

Die linke Arce-Regierung hatte ein Gesundheitsnotstandsgesetz verabschiedet, ohne mit dem Nationalen Gesundheitsrat, der Ärzte und anderes Gesundheitspersonal zusammenbringt, über den Inhalt überein­ge­kom­men zu sein. Die Ärzte lehnen vor allem einen Artikel des Gesetzes ab, durch den sie ihr Demons­trations- und Streikrecht eingeschränkt sehen.

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Die Regierung von Morales' Nachfolger Luis Arce lehnt die Ärzteforderungen hingegen ab. Die Ärzte wa­ren daraufhin am vergangenen Freitag zunächst bis zum 28. Februar in den Streik getreten und hatten die Aufhe­bung des Gesetzes gefordert. Notfälle und Patienten mit Verdacht auf COVID-19 sollten weiter­be­han­­delt werden.

In Bolivien, einem Staat mit etwa elf Millionen Einwohnern, haben sich mehr als 244.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert; rund 11.500 Infizierte sind gestorben. Wegen Streiks gegen das Gesetz war zeitweise bereits der Betrieb der Friedhöfe zusammengebrochen. © dpa/aerzteblatt.de

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